Foto: Bei einer Übung macht die DRK-Bereitschaftsleitung einen Helfer auf etwas bestimmtes aufmerksam.
Foto: D. Winter / DRK e.V.

Unsere Ortsvereine

Eine Massenkarambolage auf der Autobahn, eine Überschwemmung oder ein Schwächeanfall auf einem Rockkonzert - Menschen in Not können sich auf die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verlassen.

Die 160.000 ehrenamtlichen Helfer der Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes sind auf alle Arten von Notfälle und Einsätze vorbereitet. Sie tragen ihren Teil zum reibungslosen Ablauf der geschlossenen DRK-Hilfekette aus Beratung, Vorsorge, Rettung, Betreuung, Pflege und Nachsorge für die Menschen in Deutschland bei.

Die Ortsvereine im Überblick

Ortsverein Bad Säckingen

GeschäftsstelleWappen Bad Saeckingen

Tel.: 07761 / 9201 - 0
Fax: 07761 / 9201 - 40


Rot-Kreuz-Straße 4
D - 79713 Bad Säckingen

Vorsitzender: Michael Merle

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Die Chronik

Ursprünge: Frauenverein und Sanitätskolonne

1859 schloss sich der bereits seit einigen Jahren existierende katholische Frauenverein – im Gegensatz zum ebenfalls tätigen evangelischen Frauenverein - dem Badischen Frauenverein an. 1861 vereinigten sich 260 Helferinnen zum Zweigverein des Badischen Frauenvereins vom Roten Kreuz und setzten sich insbesondere für die Erziehung armer Kinder ein.

Am 15.Oktober 1898 wurde die freiwillige Sanitätskolonne Säckingen gegründet. Um Sanitäter zu werden, musste der Betreffende „in geordneten Verhältnissen leben, einen durchaus unbescholtenen Lebenswandel geführt haben, nicht militärpflichtig und in seinen bürgerlichen Verhältnissen abkömmlich sein.“ Die ersten Sanitäter waren mit einem zweirädrigen Transportwagen unterwegs. Die Räumlichkeiten für die Ausbildungen und Versammlungen der Sanitäter mussten dabei oft gewechselt werden: Vom Saal einer alten Gaststätte in eine Remise im Schlosspark, von dort in eine alte Garage im Hinterhaus des Rathauses und schlussendlich im Schlauchzimmer in der Hindenburgschule.

Nach einem Mitgliederschwund, bedingt durch den ersten Weltkrieg, wuchs die Kolonne bis zum zweiten Weltkrieg wieder an, wobei nach der Gleichschaltung (1933) und dem Reichsgesetz zum DRK (1937) auch Frauen aufgenommen wurden.

Mit der Gleichschaltung des Roten Kreuzes verlor der Ortsverein seine Unabhängigkeit. Er wurde hauptsächlich zu Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen, der Versorgung von Frontsoldaten mit Kleidern, Medikamenten und Nahrungsmitteln, sowie zur Betreuung der Menschen in Luftschutzbunkern eingesetzt.

Nach dem Krieg wurden alle Vereine und Organisationen durch die französische Besatzung verboten. Alle Ausrüstungsgegenstände, das gesamte Inventar und das Archiv wurden entweder vernichtet oder beschlagnahmt. Die ehemaligen HelferInnen des Roten Kreuzes schlossen sich 1946 mit weiteren HelferInnen zum Badischen Hilfswerk zusammen und organisierten eine Suppenküche für die hungernde Bevölkerung, wobei trotz der Unterstützung aus den benachbarten Schweizer Gemeinden immer wieder mit Nahrungsengpässen umzugehen war.

1948 wurde das Rote Kreuz wieder zugelassen, so daß der Ortsverein auf Initiative von Josef Mutter am 30.04.1948 im Hotel „Goldener Knopf“ wieder gegründet werden konnte. Der Ortsverein konzentrierte sich zunächst besonders auf die Versorgung der heimkehrenden Soldaten, der sich im Auffanglager Friedland befindlichen Vertriebenen und später um die Säckingen zugewiesenen Flüchtlinge. Zudem wurden Altkleidersammlungen durchgeführt, die anfänglich von französischen Soldaten unterstützt wurden. In die Zeit des Wiederaufbaus fiel auch die Gründung des JRK und die Durchführung von Blutspenden, die zunächst viel Improvisationsgeschick verlangten. Mittels der Durchführung von Erste Hilfe Kursen konnten weitere HelferInnen für die Bereitschaft gewonnen werden. Diese verfügte 1959 über zwei Krankenfahrzeuge und einen Gerätewagen. 1965 wurde der Krankentransport von der Stadt offiziell dem Ortsverein übertragen.

1959 wurde die neue Unterkunft in der Mumpferfährstrasse bezogen, während der Kreisverband in einem kleinen Raum des städtischen Verkehrsamts untergebracht war. Die Breitenausbildung und die Ausbildung der Mitglieder, sowie die Angebote im Bereich der Sozialarbeit wurden weiter verstärkt, so dass größere Räumlichkeiten notwendig wurden.1980 wurde deshalb mit dem Bau des Rotkreuz-Heims begonnen, das am 16.10.1982 eingeweiht und von Ortsverein und Kreisverband bezogen werden konnte.

1987 mussten nach Einführung des neuen Rettungsdienstgesetzes erstmals hauptamtliche Rettungshelfer und –sanitäter eingestellt werden. Aufgrund der Anforderungen des geänderten Rettungsdienstgesetztes von 1998 wurde der Rettungsdienst – wie auch von den Ortsvereinen Görwihl und Rickenbach – zum 01.01.1999 auf den Kreisverband übertragen. Der Ortsverein konzentrierte sich ab diesem Zeitpunkt auf die Bereitschafts- und Sozialarbeit. Durch Letztere werden derzeit v.a. SeniorInnennachmittage und SeniorInnengymnastikangebote durchgeführt.

Ortsverein Görwihl
GeschäftsstelleWappen Goerwihl

Tel.: 07754 / 222
Fax: 07754 / 7488

Mühleberg 4
D - 79733 Görwihl

Vorsitzender: Carsten Quednow

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www.drk-goerwihl.de

Die Chronik

Mit einem Erste Hilfe Kurs fing es an

Bereits 1910 wurde in Görwihl eine Sanitätskolonne gegründet. Deren Angehörige wurden jedoch 1914-1918 eingezogen, so dass die Sanitätskolonne wieder aufgelöst werden musste.

48 Jahre später sprachen sich bei einem Erste Hilfe Kurs des Kreisverbands in Görwihl dessen 50 TeilnehmerInnen für die Gründung eines Ortsvereins aus. Dies führte am 24.11.66 zur Gründungsversammlung im Saal des Gasthofs Adler. Dort fanden auch die ersten Übungsabende statt.

Im Juni 1967 erhielt der Ortsverein bereits leihweise einen gebrauchten Krankentransportwagen des Kreisverbands, der im Haus Sailer am Marktplatz untergebracht wurde. Der Einsatzradius reichte dabei von Görwihl und den benachbarten Orten bis hin zum Eggbergrennen.

1967 wurde auch die erste Altkleidersammlung durchgeführt.

In den folgenden Jahren wurde ein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe gelegt. Hierzu wurden insbesondere regelmäßig die EntlassschülerInnen der Hauptschule Görwihl ausgebildet. Zwischenzeitlich werden auch regelmäßig Kurse in „Erster Hilfe am Kind“ angeboten.

1970 wurde begonnen, gemeinsame Übungen mit der Freiwilligen Feuerwehr zu absolvieren und die Finanzierung eines eigenen Fahrzeugs sicherzustellen. Hierzu beteiligte sich der Ortsverein 1971 erstmalig mit einem Stand am Martinimarkt und warb um neue Fördermitglieder. 109 Personen konnten dabei gewonnen werden.

1972 wurde mit Unterstützung aus Säckingen und Todtmoos der erste Blutspendetermin angeboten. Im Jahr 2004 – rund 30 Jahre später – kann der Ortsverein auf rund 70 Blutspendetermine mit fast 15.000 SpenderInnen zurückblicken.

Zudem wurden dem Ortsverein seitens der Gemeinde drei Zimmer in der „Alten Apotheke“ am Marktplatz überlassen, die in vielen ehrenamtlichen Stunden ausgebaut und am 10. Januar 1973 offiziell als DRK-Heim eingeweiht wurden.

Am 28.02.1973 erwarb der Ortsverein – unterstützt durch Spenden der lokalen Gemeinden und Kreditinstitute – einen gebrauchten Krankentransportwagen vom DRK Kreisverband Bühl.

1974 wurde das JRK gegründet.

1975 konnte der erste neue Krankentransportwagen eingeweiht und in Dienst gestellt werden. Dies wurde mit einem „Tag der offenen Tür“ mit Vorführungen vor der Hotzenwaldhalle verbunden.

1976 konnte erstmals der Krankenwagen mit den notwendigen Funkgeräten ausgestattet werden. 1978 wurden ein Funktisch und die erforderliche Antenne im Haus installiert. Die „Leitstelle Hotzenwald“ nahm damit den Betrieb auf. Zudem wurde die Bereitschaft Görwihl im Katastrophenschutzplan des Landratsamts Waldshut mit dem Fachdienst „Soziale Betreuung“ betraut. 1981 wurden die Bereitschaftsmitglieder zur „stillen Alarmierung“ mit Piepsern ausgestattet und das 15 jährige Jubiläum des Ortsvereins mit großen Schauübungen gefeiert.

1983 wurde mit dem Bau eines DRK-Heims begonnen, um die beiden in verschiedenen Garagen stehenden Fahrzeuge und das Material – insgesamt bestanden 9 Lagerstandorte – zusammenzuführen. Nach zwei Jahren des fast pausenlosen ehrenamtlichen „Baueinsatzes“ konnte dann im Winter 1984/1985 die Rettungswache bezogen werden, die am 14.09.1986 offiziell eingeweiht wurde.

1987 wurde die an die Rettungswache angrenzende Gefrieranlage dann in über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden zu einer 100qm großen Ausbildungs- und Schulungsstätte ausgebaut, in der auch weiteres Sanitätsmaterial untergebracht werden konnte.

1988 waren zwischenzeitlich neben 4 ehrenamtlichen RettungssanitäterInnen auch 3 Hauptamtliche tätig. 1989 kam ein Zivildienstleistender dazu.

1989 wurde der über der Gefrieranlage liegende Raum als Büroraum eingerichtet. Hiermit konnten endgültig – wie seit 1983 angestrebt - alle Materialien an einem Ort zusammengeführt werden.

1990-1998 wurden alle Dienste weiter ausgeweitet. 1998 wurde so auch der Gruppe „Soziale Betreuung“ ein Einsatzfahrzeug des Landes übergeben. Aufgrund der neuen Gesetzgebung im Rettungsdienst wurde seitens des Ortsvereins zum 01.01.1999 der Rettungsdienst an den Kreisverband zurück übertragen.

Die hierdurch frei werdenden ehrenamtlichen Kapazitäten wurden seitens des Ortsvereins genutzt, um 2001 eine First Responder Gruppe aufzubauen und die Vorhaltung im Katastrophenschutz zu intensivieren. So wurde 2002 die First Responder Gruppe auch mit 5 AED Geräten ausgestattet und 2003 der Mannschaftswagen zum Einsatzleitwagen ausgebaut. Dieser kam zunächst im Rahmen der Großübung des Kreisverbands zum Einsatz und bewährte sich 2004 im Rahmen der sanitätsdienstlichen Betreuung der Großveranstaltung „Slow Up“ im realen Einsatz.

Im Bereich der Sozialarbeit werden seit 1991 - neben den traditionellen Seniorennachmittagen - Kurse angeboten wie z.B. „Krankenpflege in der Familie“, „Autogenes Training“, „Rückenschule“, „Trennkost“, „Gedächtnistraining“ und – seit 2004 – „Spiel- und Kontaktgruppen“. 1998 wurde eine Altkleiderkammer eingerichtet und 2003 eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung in Kooperation mit der Grund- und Hauptschule Görwihl initiiert. Seitens des Jugendrotkreuzes wird dieses Angebot seit 10 Jahren durch die erfolgreiche Mitgestaltung des Kinderferienprogramms der Gemeinde ergänzt.

Ortsverein Laufenburg- Luttingen
GeschäftsstelleWappen LuttingenWappen Laufenburg Baden

Tel.: 07763 / 1638
Postfach 12 37
D - 79720 Laufenburg

Vorsitzender: Karl Jäckle

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www.drk-laufenburg.de

Die Chronik

Ursprünge im DRK Ortsverein Murg

Im August 1901 wurde in Laufenburg ein Frauenverein gegründet, der sich folgende Aufgaben gestellt hatte: Unterstützung Kranker und Hilfsbedürftiger, Erholungsfürsorge für Bedürftige und Alte, Kurse in Kochen, Nähen, Flicken, Gesundheits- und Säuglingspflege, Ausbildung in Erster Hilfe, Mithilfe bei Notständen aller Art. 1914 schloss sich dieser Frauenverein dem Badischen Roten Kreuz an. Am 09.07.1936 wurde dem Verein eine männliche Sanitätsgruppe angegliedert.

1945 löste die französische Militärverwaltung das Rote Kreuz offiziell auf. Der Ortsverein Laufenburg ließ sich davon aber nicht abhalten und tagte weiterhin heimlich, um seine Hilfstätigkeiten fortführen zu können. Mit Genehmigung zur Wiedergründung wurden die aktiven Mitglieder von Frau Anna Hardenberg für die Gründungsversammlung am 07.05.1950 im Gasthaus Rebstock zusammengeführt.

Der Ortsverein stellt seitdem bis heute den Sanitätsdienst bei öffentlichen Veranstaltungen und Unfällen, sorgt für die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, führt Blutspendetermine durch und ist im Katastrophenschutz tätig.

Neben der klassischen Bereitschaftsarbeit ist das JRK seit 1995 aktiv, das u.a. 2001 den zweiten Preis im bundesweiten Wettbewerb des DRK zum Thema „Bleib

cool ohne Gewalt“ gemacht und durch den Landesverband überreicht bekommen hat. Die Sozialarbeit des Ortsvereins umfasst die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen aus der Bevölkerung mit Geld- und Sachspenden (z.B. Altkleidern), sowie ein umfassendes Angebot für SeniorInnen wie z.B. Gymnastik und SeniorInnennachmittage.

Ortsverein Murg
GeschäftsstelleWappen Murg

Tel.: 07763 / 801821


Ledergasse 30
D - 79730 Murg

Vorsitzender: Manfred Baumgartner

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www.drk-murg.de

Die Chronik

Keimzelle des DRK Ortsverein Laufenburg
Bereits 1902 wurden einzelne Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Murg, der Fabrikfeuerwehr Hüssy & Künzli, sowie des Militärvereins Säckingen zu Sanitätern ausgebildet und als Sanitätsgruppe geführt. 1908 wurde offiziell die Sanitätskolonne gegründet, der neben Bürgern aus Murg, Niederhof, Rhina und Harpolingen auch drei Schweizer angehörten. Vorsitzender war Johann Butz. Das allererste Protokollbuch der Sanitätskolonne ging bei einem Brand in Harpolingen verloren.

Der erste „Winterkurs“ der Kolonne wurde 1908 unter der Leitung von Dr. Beha in der seitens der Gemeinde zum provisorischen Schulraum eingerichteten Schreinerwerkstatt in der Totenbühlstr. 6 durchgeführt. Auf Anforderung des Badischen Landesvereins fand am 19.09.1909 in Säckingen die öffentliche Prüfung der Sanitätskolonnen Säckingen – Murg – Niederhof – Rheinfelden durch den Marineoberstabsarzt Dr. Ratz aus Freiburg statt. Die nächste öffentliche Prüfung wurde am 12.06.1910 in Rheinfelden durchgeführt. 1909 und 1913 wurde die Gemeinde zur Finanzierung der für Krankenträgerdienste notwendigen Verbandslagerungen und Krankentransportmittel, sowie zur Umsetzung der vorgeschriebenen Uniformierung – sämtliche Kolonnen des Bezirks waren 1913 uniformiert – angefragt.

Im ersten Weltkrieg wurden fast alle Mitglieder zum Militärdienst einberufen. Dr. Beha starb 1919 im russischen Gefangenenlager, sein Nachfolger wurde Dr. Tröscher. 1921 wurde Rudolf Hürzeler Kolonnenführer. Im Rathaus wurde eine mit der Unfallmeldestelle verbundene Hilfsstelle eingerichtet. Diese Stelle und die Wohnungen der Sanitäter wurden durch Schilder kenntlich gemacht. Im November 1921 wurde eine Haussammlung in Murg und Niederhof durchgeführt. 1922 befanden sich in der Kasse jedoch nur noch 10 Mark, so dass von der Entsendung eines Delegierten zur Landestagung in Ebersbach abgesehen wurde. 1923 wurde seitens der Gemeinde ein Gerätehäuschen für die Kolonne errichtet, die Entsendung eines Delegierten zur Landesversammlung nach Ettlingen wurde mit 20.000,- Mark aus der Kasse und 27.500 Mark aus Mitgliederspenden finanziert. 1924 wurde wieder eine Haussammlung durchgeführt, sowie vom Kreis Fördermittel und von der Ortskrankenkasse Säckingen eine Spende eingenommen. 1925 beteiligte sich die Kolonne an einer gemeinsamen Übung in Rheinfelden („Eisenbahnunglück“),1926 an der Bezirksübung in Waldshut („Einsturz Neubau“) und 1927 an der Kreisübung in Öflingen. 1926 wurde ein neuer Krankenwagen für 640,- Mark angeschafft.

Anlässlich der Feier des 20-jährigen Jubiläums am 22.07.1928 wurde seitens Dr. Köhler aus Laufenburg die Gründung einer Laufenburger Kolonne angeregt und 1932 durch den Badischen Männerverein vom Roten Kreuz unter der Leitung von Dr. Liehr genehmigt, die „so lange der Stammkolonne Murg angeschlossen werden [konnte], bis die Gründung einer selbständigen Kolonne möglich sei.“

Im Juli 1929 beteiligte sich die Kolonne mit 16 von 30 Mitgliedern an der Kreisübung in Stühlingen („Kesselexplosion in einer Fabrik“), 1931 an der Kreisübung in Albbruck. 1930 wurde das neue Gerätehaus bezogen, 1931 ein Signalhorn beschafft. Wer wiederholt die Unterrichtsstunden versäumte wurde ausgeschlossen.


„Auf 1. April 1933 legte der Kreisvorsitzende Götz aus Waldshut sein Amt nieder. Das nationalsozialistische Gewaltregiment brachte auch dem Sanitätswesen tiefeinschneidende Änderungen. Wegen der „Gleichschaltung“ teilte der Landesverband der Kolonne mit, dass wenigstens ein Vorstandsmitglied eingeschriebenes Parteimitglied sein müsse. Am 14. August 1933 wurde die Sanitätskolonne im Schulhaus verpflichtet. 25 Mann erschienen, zwei Mann fehlten. Zugegen war der Kreisvorsitzende Baumgartner von Rheinfelden, der Bezirksinspektor Dr. Otto Meier in Säckingen und der Standartenarzt Dr. Steiger aus Albbruck. Die Versammlungen wurden in jener Zeit geschlossen mit dem dreifachen Ruf „Sieg Heil“! Die Mitglieder trugen nun Schulterriemen, später auch lange Schaftstiefel.“ (Chronik 1957, S. 4)

Am 04.11.1933 wurde das 25 jährige Jubiläum gefeiert. 1934 zählte der Sanitätszug 25 Aktive, darunter auch acht Helferinnen, die dem Frauenverein unterstellt waren, aber vom Kolonnenarzt ausgebildet wurden. Durch den Reichsverwalter des DRK und der Sanitätskolonnen wurden alle Satzungen vollkommen umgestaltet. 1936 wurde der Halbzug anlässlich der Kundgebungen zur Reichstagswahl und am Wahltag selbst eingesetzt, 1937 zur Propagandafahrt der Kreisleitung anlässlich der Volksabstimmung am 10.04.1937. Zur Ausbildung kamen Kartenlesen und Geländekunde, sowie Orientierungsmärsche (1937 in Säckingen), Luftschutz- und Felddienstübungen (1935 in Schwörstadt) hinzu. 1937 fand die Eingliederung in die Wehrmacht statt.

1938 erklärte sich Bürgermeister Grass bereit, den Vorsitz zu übernehmen, wenn der Leiterin des Frauenvereins, Frau Sutter, die Geschäftsführung des Roten Kreuzes in Murg übertragen werde. Dies wurde vom Hauptführer der Kreisstelle Säckingen namens Amt im April 1939 mit Hinweis auf die fehlende deutsche Staatsangehörigkeit abgelehnt.


Unterlagen zu den folgenden 10 Jahren fehlen. Trotz des Verbots des DRK nach dem Krieg durch die französischen Militärbehörden, die nur das Badische Hilfswerk duldeten, „entschloss man sich zur Wiederaufnahme der altgewohnten sanitären Aufgaben, wenn auch ohne vorherige Erlaubnis“ (Chronik 1957, S.6). Nach Inkrafttreten der Währungsreform am 20.06.1948 befanden sich noch 183,-- DM in der Kasse. Der Bürgermeister Wilhelm Düsch lud am 20.08.1948 einige frühere Mitglieder ein und informierte anschließend die Kreisstelle des Badischen Roten Kreuzes über die „Neugründung“. Die offizielle Gründungsversammlung fand nach langwierigen Verhandlungen mit dem Kreisverband, dem Landratsamt und der Militärregierung am 30.Juli 1949 statt. Es wurden Uniformen und Verbandsmaterial beschafft und wieder eine Unfallstation im Rathaus eingerichtet. Zudem engagierte sich der Ortsverein finanziell zusammen mit den übrigen Ortsvereinen, dem Kreisverband und dem Landesverband am DRK Kindererholungsheim in Todtmoos. Der Ortsverein schickte rund 40 Kinder dort zur Erholung und verteilte Päckchen aus Amerika an Kinder von gefallenen Kameraden. Am 12. und 13.11.1949 wurde das 40 jährige Jubiläum gefeiert.

In den folgenden Jahren wurden v.a. Sanitätsdienste bestritten, die Bevölkerung und Mitglieder in Erster Hilfe ausgebildet, sowie Mitglieder zur weiteren Ausbildung zur Sanitätsschule in Pfalzgrafenweiler geschickt. Neben Krankentransporten und Erste Hilfe Leistungen wurden Nachtwachen und Wöchnerinnenpflege durchgeführt, weiterhin Kinder zur Erholung nach Todtmoos und Hinterzarten verschickt, sowie amerikanische Lebensmittelspenden und englische Kleiderspenden verteilt, u.a. wurden auch fünf Zentner Kleiderspenden für die Hochwassergeschädigten nach Bayern versandt. Am 21.09.1958 wurde das 50 jährige Jubiläum gefeiert. Die finanziellen „Jubiläumsgaben“ wurden dabei zur Anschaffung eines neuen Zeltes genutzt, das am 22.09.1958 bei der Einsatzübung des Katastrophenzugs Säckingen anlässlich des Jubiläums gleich eingeweiht wurde.

In den folgenden Jahren hat sich der Ortsverein Murg weiterhin v.a. in Sanitätsdiensten und im Katastrophenschutz engagiert. Er stellt im Rahmen der Einsatzeinheit eine Sanitätsgruppe.

Ortsverein Öflingen
GeschäftsstelleWappen Oeflingen

Tel.: 07761 / 4176


Wehratalstraße 81
D - 79664 Wehr-Öflingen

Vorsitzender: Thomas Grether

Die Chronik

Anfänge bei der Feuerwehr

Am 15.02.1902 wurde die Sanitätskolonne der Freiwilligen Feuerwehr Öflingen gegründet, die bis 1909 eine Abteilung der Feuerwehr und anschließend eine Sanitätskolonne vom Roten Kreuz war. Vom Bürgermeisteramt Öflingen verhängte Strafen wurden der Sanitätskolonne zugewiesen, die damit z.B. ihre Feldflaschen mit Wein füllen konnten. 1911 wurde die Sanitätskolonne uniformiert und nahm an einer Großübung der Sanitätskolonne Wehr zusammen mit den Sanitätskolonnen Schopfheim, Lörrach, Säckingen, Obersäckingen und Murg teil.

1916-1918 war ein Lazarett im Schulhaus untergebracht, das von der Sanitätskolonne – inklusive Abholung der verletzten Soldaten vom Bahnhof Brennet / Rheintal- betreut wurde. Dieses wurde auch von der Großherzogin Luise besucht. Das Besuchsprogramm wurde von einer Sanitätsübung begleitet.

1924 konnten weitere Ausrüstungsgegenstände mit Spenden des Kreises und der AOK Säckingen beschafft werden. 1927 wurde das 25jährige Jubiläum gefeiert und eine Kreisübung durchgeführt, an der die Sanitätskolonnen von Albruck, Murg, Rheinfelden, Säckingen, Stühlingen und Waldshut teilnahmen. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens wurde am 03.07.1932 wieder eine Kreisübung durchgeführt. Mit der Gleichschaltung 1933 wurde zunächst verlangt, daß mindestens ein Mitglied des aktiven Vorstands eingeschriebenes Mitglied der NSDAP sein muß.

Anfang 1935 wurde der Samariterbund als Einrichtung des Frauenvereins gegründet, der jedoch nur kurz bestand und eine lose Verbindung zur Sanitätskolonne hatte, deren Arzt die Abschlussprüfungen des Samariterbundes leitete. 1936 wurde auf Anfrage gemeldet, daß die Kolonne einen Sauerstoffapparat besitze, der im Polizeizimmer des Rathauses untergebracht sei.

Mit dem Reichsgesetz von 1937 entstand die DRK Ortsgemeinschaft Öflingen. Am 05.07.1940 wurde dem Frauenverein Öflingen mitgeteilt, daß das DRK Rechtsnachfolger des Badischen Frauenvereins geworden sei. Am 24.02.1942 teilte das DRK Potsdam-Babelsberg dem Frauenverein mit, daß er per 01.01.1938 aufgelöst und mit dem DRK zusammengeschlossen sei. Mit dieser gesetzlichen Auflösung ging auch das Vermögen (Grundstücke, Gebäude und Barmittel) in das Eigentum des DRK über. Am 06.02.1950 stellte die Gemeinde Öflingen beim Landgericht Waldshut einen Antrag auf Rückerstattung. Am 05.05.1951 wurde ein Vergleich geschlossen, durch den das DRK am 25.05.1951 dem Frauenverein das Altersheim und den Kindergarten St. Elisabeth wieder zurück übertrug.

Nach dem Krieg und dem Verbot des DRK fragte am 28.08.1946 das Badische Hilfswerk, Kreisstelle Säckingen an, ob ehemalige Mitglieder der Sanitätskolonne aktiv an dessen Arbeit mitwirken wollen. Dem war nicht so. Mit erneuter Zulassung des DRK wurde jedoch am 27.10.1952 im Gasthaus Krone der Ortsverein wieder gegründet, der mit bescheidenen Mitteln zurecht kommen und die Hälfte der Einnahmen aus der Haus- und Straßensammlung an den Kreisverband abführen mußte. Am 08.09.1956 wurde das 50 jährige, 1962 das 60 jährige, am 04./05.06.77 das 75 jährige und am 08./09.06.2002 das 100 jährige Bestehen jeweils mit einer großen Schauübung und weiteren Programmpunkten gefeiert.
1952 konnte die Bereitschaft im Schulhaus ein Klassenzimmer mit benutzen, 1957 den Kellerraum der Schulsporthalle. 1969 bekam sie den Raum der ehemaligen Schmiedewerkstatt zugewiesen. An Stelle der dortigen Gebäude, die 1975 abgerissen wurden, erfolgte der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses, in welchem dem Ortsverein die notwendigen Dienst- und Geräteräume zur Verfügung gestellt wurden.

Die Satzung vom 06.04.1974 definiert die Aufgaben des Ortsvereins folgendermaßen: Bereitschafts- und Sanitätsdienst bei öffentlichen und sonstigen Veranstaltungen, Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, Jugendarbeit, Unterstützung Hilfsbedürftiger, Erholungsfürsorge für SeniorInnen, Durchführung von Altengymnastik und Altpapiersammlungen.

1968 wurde das JRK gegründet, aus beruflichen Gründen der JRK Mitglieder 1973 wieder aufgelöst und 1975 neu gegründet.

1974-1986 führte der Kreisverband dreiwöchige Erholungsurlaube in Herrischried für ältere Menschen durch, zu denen der Ortsverein jährlich zwei ältere Personen schicken konnte, für die dies oft der erste Urlaub überhaupt war. Die Kosten für die Maßnahme teilten sich Ortsverein und Kreisverband. 1975/1976 wurde die SeniorInnengymnastik eingeführt. Ab 1979 stellte der Ortsverein zudem zur Linderung von Flüchtlingselend und Naturkatastrophen dem Bundesverband immer wieder Spenden zur Verfügung.

1978 wurde seitens des Kreisverbands ein gebrauchter Krankentransportwagen erworben, der dem Ortsverein Öflingen für Übungen und Bereitschaftsdienste überlassen wurde. Umgekehrt wurde dem Kreisverband 1983 für die Anschaffung eines Notarztwagens seitens des Ortsvereins ein erheblicher Zuschuss gewährt, um das Notarztsystem überhaupt einführen zu können.

1990 übergab der Kreisverband dem Ortsverein für die Bereitschaftsarbeit ein Übungs- und Einsatzfahrzeug.

1995 wurde die erste Leiterin der Sozialarbeit auf Anregung des Kreisverbands gewählt. 1996 wurde der erste Blutspendetermin mit 316 SpenderInnen durchgeführt.

1996 konnte ein erster Blutspendetermin mit 316 SpenderInnen durchgeführt werden.
1996 wurde dem Kreisverband ein Zuschuss von 5.000 DM für die Beschaffung eines Behindertenfahrzeugs übergeben.

Ortsverein Rheinfelden

GeschäftsstelleWappen Rheinfelden Baden

Tel.: 07623 / 71919 - 0
Fax: 07623 / 71919 - 41


Römerstraße 1
D - 79618 Rheinfelden

Vorsitzende: Irene Knauber

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www.drk-rheinfelden.de

Die Chronik

Unterschiedliche Gliederungen wachsen zusammen

Frauenverein Rheinfelden vom Roten Kreuz

Am 28.12.1902 wurde der Frauenverein Badisch Rheinfelden gegründet. Der Satzungszweck wurde auf „Wohlfahrtspflege“ geändert. Ab 1904 wurden zudem Samariterkurse und Wochenbettpflege durchgeführt. Der Verein wurde am 08.09.1905 als Zweigverein im Badischen Frauenverein aufgenommen. 1907/1908 wurde gemeinsam mit dem Frauenverein Nollingen ein Tuberkuloseausschuss zur Aufklärung der Bevölkerung gebildet, sowie Medikamente und Beihilfen verteilt..
1914 - 1918 bildete sich der Ortsausschuss des Roten Kreuzes mit Sitz in Badisch Rheinfelden, in dem auch der Frauenverein des Roten Kreuzes vertreten war. 1914 richtete der Ortsausschuss im ehemaligen Hotel Solbad „Bellevue“ (heute Bahnhofsplatz) ein Reservelazarett ein, das seitens des Frauenvereins Badisch Rheinfelden mit der notwendigen Wäsche ausgestattet wurde. Zudem führte er seine Wohlfahrtsarbeit weiter und unterstützte den Ortsausschuss des Roten Kreuzes mit Geld und Material. Am 24.02.1922 erfolgte der Eintrag des Frauenvereins ins Körperschaftsregister.

1938 wurde - per Gesetz über das DRK vom 09.12.1937 - der Frauenverein aufgelöst und das Solbad an das Präsidium des DRK in Berlin übertragen, der 1940 die Liegenschaft an die NS-Volkswohlfahrt verkaufte.

Am 20.03.1951 erfolgte die Wiedergründung des Frauenvereins vom Roten Kreuz, der 1953 aufgelöst und in den DRK Ortsverein Rheinfelden integriert wurde. Als Rechtsnachfolger des Frauenvereins wurde dabei über den Landesverband Badisches Rotes Kreuz Klage gegen das Land Baden auf Rückerstattung und Wiedergutmachung für die enteigneten Liegenschaften geführt. 1956 erhielt der Ortsverein schlussendlich 80.000,-- DM, die zunächst der Stadt als Darlehen für den Bau des Bürgerheimes und anschließend dem Krankenhausförderverein zur Verfügung gestellt wurden, bevor der Ortsverein das Geld selbst als Grundstock für die Errichtung der Rettungswache in der Alemannenstraße nutzte.

DRK Ortsverein Rheinfelden
Am 15.10.1908 wurde die Sanitätskolonne Rheinfelden gegründet, die formell dem Badischen Frauenverein unterstand. Die Mitglieder veranstalteten v.a. Übungen und versuchten Fördermitglieder zu gewinnen, 1914 – 1918 wurde ein großer Teil der aktiven Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen, so daß z.B. für die Betreibung des Lazaretts 1914 nur wenige Kräfte vorhanden waren. 1918 stellte die Kolonne ihre Tätigkeit ein, da nur noch vier Mitglieder vorhanden waren.

1921 erhielt die Sanitätskolonne im Solbad des Frauenvereins Unterrichts- und Geräteräume, so daß 1922 die ersten neuen Mitglieder ausgebildet werden konnten.1927 baute die Gemeinde für die Sanitätskolonne am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr ein „Sanitätsdepot“ an. 1912-1925 wurde bereits eine fahrbare Krankentrage genutzt. 1925 wurde mittels Spenden der erste motorisierte Krankenwagen angeschafft, für die die Kolonne eine ehrenamtliche Bereitschaft rund um die Uhr stellte, die selbst wiederum bei Bedarf von ihrer Arbeit freigestellt wurde.

1933 wurde das Rote Kreuz gleichgeschaltet. Der vorgegebene Dienstplan der Sanitätskolonne wurde immer mehr der Wehrmacht und den Parteiveranstaltungen angepasst. 1937 wurden mit dem Gesetz zum DRK alle bisherigen Gliederungen zu einem DRK zusammengefasst, so dass Frauenverein und Sanitätskolonne die Ortsgemeinschaft vom DRK neuen Rechts bildeten. Hinzu kam die Betreuung der Menschen in den öffentlichen Luftschutzräumen bei Fliegeralarm.

1944 durfte der Krankenwagen des DRK–Rheinfelden aufgrund des hohen Treibstoffverbrauchs nur noch bei infektiösen Krankheiten u. ä. eingesetzt werden. Die übrigen Transporte sollten vom örtlichen Taxiunternehmer durchgeführt werden, der dies zum Monatsende aber mangels Benzin meist auch nicht konnte. So musste die Polizei diese Transporte nach Säckingen, Lörrach und Schopfheim übernehmen. Seitens des Landratsamtes Säckingen wurde daraufhin verfügt, dass die Patienten von den jeweiligen Krankenhäusern abzuholen seien, die jedoch die selben Probleme hatten. Werdenden Müttern wurde seitens des Landratsamtes die Hausgeburt empfohlen, nur bei Komplikationen wurde ein Krankenwagen genehmigt. Der für damalige Verhältnisse noble Krankenwagen, ein Horch, wurde aufgrund der Treibstoffproblematik auf Holzvergaser umgerüstet. Allerdings war ein Transport, z. B. nach Lörrach über den Weidhof, eine mühsame Angelegenheit, da der 8-Zylinder-Motor nur dann das für die Weiterfahrt benötigte Holzgas bekam, wenn das Fahrzeug bergaufwärts mehrfach angehalten und der Holzvergaserbehälter durchstochert wurde.

1946 wurde das DRK in der französischen Besatzungszone aufgelöst. Das Vermögen kam unter Zwangsverwaltung. Parallel wurde aber die Bildung des Badischen Hilfswerks genehmigt, welches die Rotkreuzarbeit durch unbelastete Personen weiter führte, z.B. um lebenswichtige Medikamente über schweizerische Hilfsorganisationen zu beschaffen.

1947 wurde die Neugründung des Badischen Roten Kreuzes genehmigt, was 1948 unter dem Vorsitz von Bürgermeister Herbert King für Rheinfelden mit der Gründung des DRK Ortsverein Rheinfelden umgesetzt wurde.

Die Sicherstellung des Krankentransports wurde hierbei zu einem Hauptaufgabenfeld, wobei die Kranken und Verletzten weiterhin in die umliegenden Krankenhäuser (Säckingen, Lörrach, Schopfheim, Waldshut) transportiert werden musste, da Rheinfelden immer noch kein eigenes Krankenhaus hatte. Die Besatzung des Fahrzeugs bestand aus ehrenamtlichen DRK–HelferInnen, die teilweise vom Arbeitsplatz weggeholt werden mussten, aber auch Schichtarbeitern, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zur Verfügung stellten. Diese Praxis wurde bis in die neunziger Jahre im Ortsverein beibehalten. Die örtliche Meldestelle für anfallende Krankentransporte (heute Leitstelle) war damals in der Wohnung des Bereitschaftsführers Brombach, wodurch die Familienangehörigen tagtäglich rund um die Uhr an das Telefon gebunden waren.

1948 kaufte der Ortsverein ein neues Fahrzeug, einen Borgward, doch es zeigte sich bald, dass dieses Fahrzeug als Krankentransportwagen nicht geeignet war. Das Fahrgestell war der Unterbau eines kleinen Lastwagens. Dem entsprechend war die Federung sehr hart und Transporte von kranken und verletzten Insassen unzumutbar war, zumal die damaligen Straßen mit Schlaglöchern übersät waren. 1951 wurde ein neuer Mercedes Benz Krankentransportwagen gekauft. Mit der starken Bevölkerungszunahme der Stadt mussten immer mehr Transporte durchgeführt werden. So wurde es immer schwieriger, tagsüber das erforderliche Personal zu stellen. 1957 stellte deshalb der Ortsverein seinen ersten hauptamtliche Fahrer, Walter Heiler, ein, gleichzeitig wurde der Notruf an die Telefonzentrale der Stadt Rheinfelden angeschlossen, da diese Belastung der Familie Brombach nicht mehr zugemutet werden konnte. 1963 wurde im damaligen Sanitätsdepot mit 3 Halbtagskräften tagsüber der Telefondienst wieder in eigener Regie übernommen.

1965 konnte der Ortsverein in das neue DRK–Haus in der Alemannenstraße einziehen. In diesem Haus befanden sich 4 Wohnungen, sowie Büros, Unterrichtsräume und Garagen für mehrere Fahrzeuge. Die Wohnungen wurden an vier DRK–Mitglieder mit Familie vermietet mit der Auflage, dass wöchentlich abwechselnd jede Familie den Telefondienst (Tag u. Nacht) übernehmen und der Ehemann in seiner Freizeit als Fahrer oder Begleiter Dienst im Krankentransport ausüben musste. Ebenfalls 1965 wurden die Fahrzeuge mit Sprechfunk ausgerüstet. Dieser wöchentliche Telefondienst von Wohnung zu Wohnung wurde 20 Jahre lang beibehalten, wodurch diese damals noch jungen Familien einer hohen physischen und psychischem Belastung ausgesetzt waren. Der Ehemann ging tagsüber zur Arbeit und die Ehefrau, mit ihren Kleinkindern beschäftigt, musste nebenbei noch die telefonischen Notrufmeldungen entgegen nehmen, das erforderliche Fahrzeug einsetzen und, wenn die erste Besatzung bereits unterwegs war, auch noch eine zweite Besatzung suchen.

1974 ging mit der Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses ein langersehnter Wunsch der Rheinfelder Bevölkerung in Erfüllung. Die kranken und verletzten Personen konnten nun am Ort versorgt werden. In den folgenden Jahren wurden die Anforderungen an die Ausbildung des eingesetzten Personals größer, auch die Fahrzeuge wurden immer stärker dem medizinischen und technischen Fortschritt angepasst. Dadurch konnten immer weniger ehrenamtliche Helfer an der erforderlichen Ausbildung teilnehmen, da auch die Freistellung am Arbeitsplatz durch den Arbeitgeber nicht mehr so großzügig wie früher erfolgte. Deshalb wurden im Laufe der Jahre immer mehr hauptamtliche Kräfte eingestellt. Heute besteht die Besatzung der Rettungswache Rheinfelden, die über die Leitstelle Lörrach alarmiert wird, aus 20 hauptamtlichen und 10 ehrenamtlichen Kräften mit einem Fahrzeugbestand von drei Rettungswagen, einem Notarztwagen und zwei Krankentransportwagen.

Damit auch die Bevölkerung im Falle eines Falles helfen kann, bietet der Ortsverein seit 1956 Erste Hilfe Kurse an. Hinzu kommt die Ausbildung der befreundeten Hilfsorganisationen (THW, Feuerwehr)in Vereinen und Schulen, sowie Zusatzausbildungen für MitarbeiterInnen der örtlichen Betriebe z.B. in Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) oder Maßnahmen bei chemischen Unfällen. Seit 1969 werden Kurse für „ Sofortmaßnahmen am Unfallort“ angeboten.

Neben den üblichen Sanitätsdiensten wurde 1996 eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) gegründet. Die Mitglieder verfügen über ständige Praxis im Rettungsdienst und unterstützen den regulären Rettungsdienst bei Schadenslagen, die über das täglich zu bewältigende Einsatzaufkommen hinausgehen. Außerdem besitzt die Gruppe eine spezielle medizinische Ausrüstung, die in Art und Anzahl für die Bewältigung von Großschadensereignissen ausgelegt ist. Dazu gehören Fahrzeuge wie Rettungswagen, Gerätewagen und Einsatzleitwagen.

Zur Betreuung von Betroffenen von außergewöhnlichen belastenden Ereignissen (Unfälle, Gewalt oder Tod) wurde auf Initiative von Stefan Reiser am 01.04.01 das Kriseninterventionsteam (KIT) gegründet. Ziel dieser Arbeit ist die emotionale Stabilisierung der Betroffenen, sowie die Aktivierung des sozialen Umfelds, Unterstützung des Trauerprozesses, Hilfeleistung bei organisatorischen Problemen um dadurch spätere gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden oder vermindern. Mögliche Einsatztätigkeiten sind die Betreuung Angehöriger oder Betroffener nach einem Todesfall im häuslichen/außerhäuslichen Bereich, Betreuung bei Suizid/Suizidversuch, Betreuung von Unfallzeugen oder Unfallbeteiligten (z.B. Lokführer), Familienstreitigkeiten, Begleitung der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten, Unterstützung hilfsbedürftiger Angehöriger von Transportpatienten zum Beispiel bei der Kinderbetreuung oder bei der Organisation häuslicher Hilfe. Es geht also um Betreuung und Hilfe bei psychischen Ausnahmezuständen verschiedenster Art. Der Einsatzbereich ist der Landkreis Lörrach die Mitglieder sind rund um die Uhr einsatzbereit. Die Alarmierung erfolgt über die Integrierte Leitstelle Lörrach. Ob ein Krisenhelfer benötigt wird, entscheiden die Hilfskräfte vor Ort. Das Team unter Leitung von Stefan Reiser besteht zur Zeit aus 17 Helferinnen und Helfern aus verschiedenen DRK–Ortsvereinen und einem Mitglied der FFW Maulburg, sowie zwei Notfallseelsorgern. Es wird von Dipl. Psychologe Gunter Bordel, Denzlingen, geschult und auf seine Aufgaben vorbereitet. Die Zahl der Einsätze in den Jahren 2002 (117) und 2003 (116) zeigt, wie notwendig dieses Angebot ist.

Seit 1959 werden in Rheinfelden Blutspendetermine durchgeführt. In den ersten Jahren fanden diese in den Rheinfelder Schulen, (Schillerschule, Goetheschule u. Eichendorffschule) sowie bei den Industriebetrieben Aluminium, Degussa und Dynamit Nobel statt. Die Rheinfelder Bevölkerung zeigte sich so spendenfreudig, dass, trotz ständiger Kapatitätserhöhung jahrelang SpenderInnen unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden mussten. Mit der Eröffnung des neuen Rathauses im Jahr 1980 und der jährlichen Abhaltung von zwei Terminen mit drei Entnahmeteams im großen Bürgersaal, konnten dem abgeholfen werden.

1951 wurde die Gemeinschaft Sozialarbeit ins Leben gerufen. In den fünfziger und Anfang der sechziger Jahre wurden viele noch vom zweiten Weltkrieg betroffene Personen finanziell und materiell unterstützt worden worüber leider keine Unterlagen mehr bestehen. 1971 hat Frau Hilde Metz zusammen mit Frau King einen wöchentlichen SeniorInnentreff im DRK–Haus eingerichtet, an dem mit einigen Helferinnen Spiele und Handarbeiten für SeniorInnen angeboten und gut nachgefragt wurden. 1972 wurde die DRK–Seniorengymnastik in Rheinfelden ins Leben gerufen. Frau Enderle und Frau Wagner und weitere engagierte Damen haben sich als Übungsleiterinnen ausbilden lassen und stellten fortan ihre Kenntnisse für SeniorInnen in Rheinfelden und seinen Ortsteilen zur Verfügung.
Später kamen eine Gymnastikgruppe für körperlich beeinträchtigte Menschen, eine Gruppe für Gedächtnistraining, sowie 1980 – (nach Fertigstellung des neuen Schwimmbads) - die Wassergymnastik von Frau Enderle unterstützt von Frau Wagner dazu. Die Ausbildung zur Leiterin der Wassergymnastik erforderte hierbei einen strengen, drei Tage dauernden Lehrgang in Bonn.

1981 übernahm Frau Langenfeld die Leitung der Sozialarbeit von Frau Metz. Frau Langenfeld hat dieses Aufgabenfeld, das beinhaltet die erwähnten Angeboten und die Familienbildungsprogramme wie Pekip, sowie auch die Vermittlung von Mutter- und Kindkuren, Nachbarschaftshilfen, Betreuung von AsylbewerberInnen aktuell durch den Landkreis getragen und AussiedlerInnen mit großem Engagement und Verantwortungsbewusstsein geprägt.

2001 übernahm Frau Schwander unterstützt von zehn gut ausgebildeten und engagierten Übungsleiterinnen die zur Zeit elf Gruppen „Seniorengymnastik für Frauen“, zwei Gruppen „Gymnastik für Männer“ eine Gruppe „Behindertengymnastik“ und eine Gruppe „Gedächtnistraining“ betreuen. Diese Kurse werden regelmäßig einmal wöchentlich mit insgesamt ca. 250 Kursteilnehmern abgehalten. Im Jahre 2000 haben Frau Schliephake und Frau Heidemann die Leitung der Wassergymnastik von Frau Enderle übernommen. Sie betreuen zur Zeit fünf Gruppen „Wassergymnastik“ mit rund 90 Teilnehmern. Auch diese Gruppen treffen sich von Mai bis September jeweils wöchentlich .Zudem findet jeden Montag von 14:00 bis 17:00 Uhr findet im Altentreff Gambrinus unter Leitung des DRK ein öffentlicher Spielenachmittag bei Kaffee und Kuchen statt.

Das Jugendrotkreuz wurde in den fünfziger Jahren gegründet, bestand aber nur kurze Zeit, da damals das Jugendrotkreuz als offizielle Institution des DRK noch nicht gebildet war. 1966 wurde es durch Herrn Apotheker Leeb, unterstützt von Herrn Katzer neu gegründet und sofort mehrere Gruppen gebildet, die viele Jahre sehr erfolgreich JRK–Arbeit durchführten. Das JRK nahm teil an JRK–Erste HilfeWettbewerben, veranstaltete Hüttenwochenenden, unterstützte die Bereitschaft bei Sanitätswachen und Blutspendeterminen.

Ortsverein Rickenbach
GeschäftsstelleWappen Rickenbach Hotzenwald

Tel.: 07765 / 332


Im Schaffeld 9
D - 79736 Rickenbach

Vorsitzender: Dietmar Zäpernik

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www.drk-rickenbach.de

Die Chronik

Gründung auf Anstoß von "Zugereisten"
In Rickenbach wurden – wie auch in Görwihl – bereits vor Gründung des Ortsvereins Erste Hilfe Kurse durch den Kreisverband durchgeführt. Den eigentlichen Impuls für die Gründung des DRK Ortsvereins Rickenbach am 01.07.1967 in der „Restauration Schäuble“ gaben hier die neu zugezogenen Eheleute Rosel und Kurt Pöhlmann, die bereits Rotkreuz-Erfahrung hatten und die Führung der Bereitschaft übernahmen.

Als vordringlichste Aufgabe wurde zunächst die Ausbildung in Erster Hilfe angesehen, für die 1968-1970 eigene Ausbilder ausgebildet wurden. Des weiteren wurden Dienstabende zur Aus- und Weiterbildung, Erste-Hilfe-Wettbewerbe und Schauübungen veranstaltet, sowie das Können bei Sanitätseinsätzen unter Beweis gestellt.

1968 wurde die erste Blutspendeaktion sowie die erste Haus- und Straßensammlung durchgeführt und das JRK gegründet. Dessen Mitglieder haben zusammen mit den Aktiven 1968/1969 die Diensträume im Keller des Hottinger Rathauses eingerichtet, die bis zum Umzug 1976 in das Untergeschoß der Turnhalle in Rickenbach genutzt wurden.

1968 wurde auch ein gebrauchter Krankenwagen vom DRK Lörrach erworben, der telefonisch über die Familie Pöhlmann angefordert werden konnte und zunächst vor allem durch Betriebsangehörige der Firma Zell-Schönau AG besetzt wurde. Bereits 1970 wurde ein neuer Krankenwagen angeschafft, weitere folgten. Die Unterbringung des Fahrzeugs erfolgte zunächst in einer Garage der Firma Zell-Schönau AG in Hottingen, dann in der Feuerwehrgarage Rickenbach, danach in einer provisorischen Blechgarage neben der Feuerwehrremise, später in einer eigenen Garage neben dem Bereitschaftsraum im Untergeschoss der Turnhalle. Nachdem 1986 die Rettungswache „Stützpunkt Rickenbach“ gebildet wurde, schuf man im Untergeschoss der Turnhalle einen Raum für die Rettungswache und errichtete auf dem Schulareal eine freistehende Garage für den Rettungswagen. Der Telefondienst für den Krankenwagen sowie die Nebenstelle wurde von den Ortsvereinsmitgliedern und ihren Familienangehörigen übernommen. 1973 erfolgte die Funkausstattung und 1983 der Anschluss an die integrierte Leitstelle in Waldshut.

Im Rettungsdienst musste von Anfang an um ausreichende Entgelte gerungen werden. Gleichzeitig wurden neue Gesetze mit steigenden Ausbildungsanforderungen erlassen, so dass seit 1973 immer wieder die Einstellung von Hauptamtlichen im Gespräch war. Der Ortsverein reagierte mit der Erhöhung des Ausbildungsniveaus seiner HelferInnen, die er auf entsprechende Lehrgänge schickte. Mit Gestellungsvertrag vom 01.03.1987 wurde schlussendlich mit dem DRK Ortsverein Bad Säckingen vereinbart, dass dieser gegen Kostenersatz einen Hauptamtlichen stellt, der unter der Woche zusammen mit einem Ehrenamtlichen des Ortsvereins Rickenbach den Dienst versieht. Das Wochenende wurde weiterhin ehrenamtlich abgedeckt. Dies wurde bis zur Rückübertragung des Rettungsdienstes an den Kreisverband zum 01.01.1999 so beibehalten, wobei immer noch HelferInnen des Ortsvereins im Rettungsdienst engagiert sind. Dieser wird durch die Mitarbeit im First-Responder-System bereits im Vorfeld unterstützt. Das war dem Ortsverein besonders wichtig, nachdem der Kreisverband Säckingen die seit 1985 geforderte Zusammenlegung der Rettungswachen Görwihl und Rickenbach zur Rettungswache Hotzenwald in Segeten im November 2000 gemäß Beschluss des Bereichsausschusses durchführen musste.

In der Sozialarbeit begann der Ortsverein 1969 mit einem Altentag, der mit einer Seniorenausfahrt verbunden wurde. Diese Fahrten wurden zur Tradition, wie auch die von 1975 - 1985 jährlich durchgeführte Senioren-Fastnacht und die immer noch angebotenen jährlichen Seniorennachmittage und Seniorengymnastikgruppen.

Seit 1970 werden bedürftige Familien in Notlagen finanziell unterstützt. Hinzu kommen Hausbesuche bei Kranken und Jubilaren, sowie Besuchsdienste für Kranke und Behinderte in den Krankenhäusern sowie für Mitbürgerinnen und Mitbürger in Altersheimen.

Seit Dezember 1999 ist der Ortsverein Betreuungsträger des Betreuten Wohnens in Rickenbach und stellt seit dem an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr die Betreuung sicher. Er arbeitet hierbei eng mit dem Kreisverband zusammen, der die Notrufzentrale für den Hausnotruf stellt.

Am 22. Juni 2001 konnte schließlich das lang ersehnte Rotkreuzheim, das der Ortsverein zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr in unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden mit erbaut hat, eingeweiht werden. Hierin befindet sich nun der Bereitschaftsraum mit Büro. Eine Garage für den Krankenwagen und einen Anhänger sowie ein K-Schutz-Lager runden das Raumangebot ab.

Zur Finanzierung aktueller Rotkreuzaufgaben beteiligt sich der Ortsverein seit 1974 an Dorffesten und sonstigen geselligen Anlässen und wirbt weiterhin Fördermitglieder.

Ortsverein Schwörstadt
GeschäftsstelleWappen Schwoerstadt

Tel.: 07762 / 2333


Hebelstraße 11
D - 79739 Schwörstadt

Vorsitzende: Bärbel Zumkeller

Die Chronik

"Inoffiziell" 8 Jahre vor der Gründung aktiv!

Der DRK Ortsverein Schwörstadt besteht seit 1958, war aber bis 1966 dem benachbarten Ortsverein Öflingen angegliedert - laut Jubiläumsschrift des Ortsvereins weil der Kreis-verband bis dahin die Meldung des Ortsvereins an den Landesverband versäumt hatte. 1961 wurde die erste Haus- und Straßensammlung durchgeführt. Am 18.06.1966 erfolgte dann unter Regie des amtierenden Bürgermeisters Eugen Witzig, der auch zum Vorsitzenden gewählt wurde, die offizielle Gründung im Gasthaus Schwanen in Schwörstadt. Hauptaufgaben waren die Ausbildung der Bevölkerung in erster Hilfe und häuslicher Krankenpflege, sowie die Sicherstellung von Sanitätsdiensten. 1966 fand auch bereits die erste Grossübung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr, sowie DRKlerInnen aus Öflingen und Säckingen bei der Schreinerei Keser statt.1969 wurde die erste Gemeinschaftsveranstaltung aller örtlichen Vereine zu Gunsten des DRK durchgeführt, das die Erlöse in die Anschaffung von Geräten, Ausbildungsmaterial und Kleidung investierte - Material, das für die im Jahr 1969 zunehmenden Sanitätsdienste (neben den Sportplatzdiensten z.B. beim ersten Volkslauf in Schwörstadt, sowie beim Eggbergren-nen) dringend notwendig war. Der langjährige Bereitschaftsarzt, Dr. Maciejewski, wurde in diesem Jahr aus Altersgründen von Dr. Winter aus Öflingen abgelöst.

1970 wurden die ersten Erste-Hilfe-Kurse in der damals noch selbständigen Gemeinde Dossenbach durchgeführt. 1972 wurden Jakob Klaiber und Karl Klausmann zu Ehrenmitgliedern ernannt und das JRK gegründet, das bis 1983 von Lotti Frommherz geleitet wurde. Um die Arbeit des Ortsvereins zu finanzieren, werden seit 1975 Altpapiersammlungen von Mitgliedern des JRK und der Bereitschaft durchgeführt. Hinzu kam der erstmalig am 07.09.1975 unter der Leitung von Lotti Frommherz und Leo Winkler veranstal-tete DRK Bazar, der sich 1976 in den traditionellen Adventsbazar am Samstag vor dem ersten Advent verwandelte.

1984 gab sich der Ortsverein in Abstimmung mit dem Kreisverband eine neue Satzung, die den erweiterten Aufgaben der Ortsvereine Rechnung trug. Zwischenzeitlich wurden rund 4.000 ehrenamtliche Stunden pro Jahr geleistet und die Zahl der Jugendgruppen hatte sich auf vier erhöht. Die Lagerung von Einsatz-, Übungs- und Bastelmaterial erforderte viel Platz, so dass überlegt wurde, ein neues Domizil in der Schule zu schaffen. 1986 wurde dem Ortsverein seitens des Landkreises Lörrach im Rahmen des Katastrophenschutzes / Sanitätszug ein Ford-Bus zugewiesen und 5.000,-- DM seitens des Ortsvereins in die Beschaffung eines Materialanhängers und eines Zelts investiert. Seitens der Gemeinde wurde dem Ortsverein zur Unterbringung ein Garagenplatz im Untergeschoss der Friedhofskapelle überlassen. 1987 wurden die ersten Handfunkgeräte beschafft. Zudem führt der Ortsverein seit 1987 die DRK-Wanderwirtschaft zum 1. Mai durch. 1989 wurde im Rahmen des Umbaus der Turn- und Festhalle dann ein Raum für den Ortsverein mit Eigenmitteln eingerichtet und am 08.10.1989 offiziell mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Parallel wurden drei neue AusbilderInnen ausgebildet und Kurse in „Sofortmaßnahmen am Unfallsort“ angeboten. Zudem fand 1989 der erste Blutspendetermin statt, der seitdem regelmässig zweimal pro Jahr durchgeführt wird.

Im November 1990 wurde seitens des Bauamts der Gemeinde Schwörstadt der Bau einer Garage beim Feuerwehrdepot genehmigt, da der Einsatz des DRK Fahrzeugs von der Garage des Friedhofs aus im Winter oft sehr gefährlich war. Unter fachkundiger Anleitung von Paul Burkhart, Werner Berger und Klaus Eckert wurde dann der Bau einer erhöhten Doppelgarage mit viel Eigenleistung seitens der Mitglieder umgesetzt. 1990 wurde zudem „unter der Hoheit des Kreisverbands“ (s. Jubiläumsschrift) mit dem Betrieb der Cafeteria im Bürgerheim der Stadt Rheinfelden begonnen und seitdem ohne Unterbrechnung an 365 Tagen im Jahr jeweils drei Stunden mit ehrenamtlichen HelferInnen besetzt. Seit 1998 wird die Cafeteria aufgrund DRK interner Meinungsverschiedenheiten losgelöst vom DRK betrieben. Am 22.09.2003 begann der Ortsverein mit AED Ausbildung.

Ortsverein Wehr
GeschäftsstelleWappen Wehr Baden

Tel.: 07762 / 708472


Austraße 13
D - 79664 Wehr

Vorsitzender: Frank Mattes

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www.drk-wehr.com

Die Chronik

Frühe Verschmelzung von Sanitätskolonne und Frauenverein

Begonnen hat die Geschichte des Roten Kreuzes in Wehr am 12. Mai 1901 mit der Gründung der freiwilligen Sanitätskolonne als rein männlicher, militärisch geprägter Verein. Mentor des Vereins war der Veteranenverein, der auch die nötigen Geldmittel zur Erstausstattung zur Verfügung stellte. 18 Männer gründeten die Sanitätskolonne, weitere acht stießen im Laufe des Jahres hinzu, so daß bei den ersten Vorstandswahlen am 7. Oktober insgesamt 26 Mitglieder Erhard Trefzger in Personalunion zum Vorsitzenden des Veteranenvereins und zum Vorsitzenden der Sanitätskolonne, sowie den Arzt und späteren Ehrenbürger Georg Kerner zum Kolonnenarzt wählten, der ein Jahr später auch die Gründung der Sanitätskolonne Öflingen initiierte. Am 25. Februar 1905 fand die erste Hauptversammlung - allerdings ohne Neuwahlen - statt, am 9. Juli 1905 beteiligte man sich an einer zivilen Übung „Zugunglück im Haseler Tunnel“. Im Mai 1912 gründete sich das weibliche Rote Kreuz in Form des Samariterinnenbundes. 40 Frauen und Mädchen traten diesem auf Initiative des Arztes Dr. Georg Kerner bei, erste Vorsitzende wurde Frau Mina Gantert. Mit Beginn des 1. Weltkriegs richtete man in Wehr ein Lazarett mit 40 Betten ein, und bereits am 28. August 1914 wurden die ersten Kriegsverwundeten eingeliefert. Den Transport übernahm die Sanitätskolonne, die Pflege der Samariterinnenbund. Nach Kriegsende widmeten sich die Samariterinnen der Kriegsgefangenenfürsorge. Zudem wurden Kinder betreut, die zur Erholung nach Wehr kamen. Mitte der zwanziger Jahre begann die Verschmelzung mit der Sanitätskolonne, wobei eine Jugendabteilung noch 1928 unter Leitung des Frauenvereins stand.

Im Jahr 1920 erfolgten die ersten Krankentransporte. So wurde der Transport innerhalb des Ortes mit fünf Mark abgerechnet, außerhalb nach Absprache. In einem Protokoll von 1927 lesen wir: „ Zur ersten Hilfeleistung wurden die Mitglieder in 87 Fällen gerufen, 17 Transporte wurden durchgeführt.“ 1933 erfolgte die Gleichschaltung der Kolonne durch die Nationalsozialisten, 1945 löste die französische Besatzungsmacht den Ortsverein auf, der erst am 17. April 1954 mit 26 Helfern und neun Helferinnen unter dem Vorsitzenden Dieter Lenz wieder gegründet wurde. Die erste ordentliche Hauptversammlung fand am 23. Mai 1959 statt, und im gleichen Jahr konnten im Keller der Kinderschule Klostermatt Sanitätsräume bezogen werden. Ende 1959 begann man mit den ersten Blutspendeterminen. 1962 schaffte das DRK den ersten Krankentransportwagen an. 1963 gründete der Arzt Dr. Helmut Schwanig mit sechs Jugendlichen das Jugendrotkreuz. Die Auflösung des Wehrer Krankenhauses 1986 und der damit verbundene Wegfall der Krankentransporte traf den Wehrer Ortsverein schwer. Auf Initiative des Bereitschaftsführers Uwe Ohler konnte 1991 die Schnelleinsatzgruppe Wehr (SEG) gegründet werden, die als Bindeglied zwischen Notfallrettung und Katastropheneinsatz dient. Hierzu schaffte der Ortsverein erstmalig auf Kredit einen gebrauchten Rettungswagen an. 1993 wurde der Ortsverein ins Vereinsregister eingetragen, da Räume gemietet werden mussten. Im Jubiläumsjahr 2001 haben wir ein neues Einsatzfahrzeug für die SEG angeschafft. Neben den Einsätzen der SEG ist der Ortsverein v.a. bei Sanitätsdiensten tätig. Im Rahmen der Seniorenarbeit werden vier Gruppen Seniorengymnastik betreut. Zweimal jährlich finden Blutspendetermine statt, sowie eine Vielzahl von Kursen im Rahmen der Breitenausbildung.

Arbeitskreis Herrischried

Arbeitskreis HerrischriedWappen Herrischried

Arbeitskreis Todtmoos

Arbeitskreis TodtmoosWappen Todtmoos

 

Anprechpartner

Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Säckingen e.V.

Zentrale

Tel.:0 77 61 / 92 01 -0
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