DRK Kreisverband Säckingen verlagert Coronaabstriche

 

Nach zwölf Terminen und 221 Abstrichen in vier Wochen hat das DRK seine Abstrichstation auf dem Parkplatz des Schmidts Markts in Bad Säckingen wieder abgebaut und zieht eine äußerst positive Bilanz. Mit jeweils zwei bis vier Einsatzkräften war die Station des DRK Kreisverbands Säckingen e.V. besetzt. Den größten Teil davon stellten ehrenamtliche Kräfte aus den Ortsvereinen. Nur fünf Abstriche in diesem Rahmen ergaben ein positives Ergebnis und hatten eine Quarantäne zur Folge.

 

„Von den fünf Personen waren vier von dem Ergebnis völlig überrascht“, berichtet Kreisausbildungsleiter Thomas Dörflinger, der für die Station verantwortlich zeichnete. „Sie hatten vorher keine Symptome und ihnen war auch kein positiver Kontakt bewusst. Letzeres war nur bei einer Person der Fall. Da war ein Kontakt in der Familie bekannt.“ Für Dörflinger ein klares Zeichen für die Wichtigkeit dieser Tests um die Coronapandemie zu stoppen und Ansteckungen zu vermeiden. „Die vier positiv Getesteten hätten sonst unbewusst möglicherweise weitere Menschen angesteckt, bei denen sich eine Infektion kritischer ausgewirkt hätte.“

Die Entscheidung, die Abstrichaktion wieder einzustellen begründet Kreisvorsitzender Peter Hofmeister mit der aktuellen Entwicklung: „Als wir die Station errichteten, waren Tests zwar teilweise vorgeschrieben, um zum Beispiel Angehörige in einem Seniorenheim zu besuchen, aber es gab kaum Testmöglichkeiten, und wir hatten immer wieder Anfragen diesbezüglich. Nachdem der Bundesgesundheitsminister kostenlose Abstriche angekündigt hatte und immer mehr Apotheken und Kommunen diese anbieten, sehen wir die Lücke als gefüllt an.“ Wobei sich das DRK nicht aus diesem Gebiet zurückzieht. „Ganz im Gegenteil.“ betont Hofmeister. „Unsere Einsatzkräfte unterstützen die Abstrichaktion der Stadt Bad Säckingen im Kursaal. Die DKR Bereitschaften Görwihl und Rickenbach führen für die Gemeinden auf dem Hotzenwald Abstriche durch, die Bereitschaft Schwörstadt bereitet sich auf Abstriche vor und in Wehr wurden Verantwortlich aus den Pflegeheimen, Schulen, Betreuungseinrichtungen und der Feuerwehr durch Multiplikatoren aus dem DRK Ortsverein Wehr für die Abstrichnahme ausgebildet.“

„Im Moment sind unsere Ehrenamtlichen tatsächlich sehr gut ausgelastet,“ so der Rotkreuzbeauftragte Christoph Dennenmoser, der die Anfragen und Aktionen im Kreisverband Säckingen koordiniert. „Ich sehe aber auch eine sehr große Motivation bei allen Helfenden, auch nach fast einem Jahr Ausnahmelage. Und das freut mich umso mehr.“ Die positive Stimmung sieht Dennenmoser auch in der Rückmeldung der abgestrichenen Personen begründet, die überwiegend dankbar die Leistung der Rotkreuzhelfer annahmen. „Ein Team an der Abstrichstelle konnte vor Ort sogar einem älteren Ehepaar ohne Internetzugang einen Impftermin im Kreisimpfzentrum in Tiengen samt Fahrgelegenheit vermitteln. Das hat natürlich alle Beteiligten enorm gefreut.“

Einig sind sich Hofmeister und Dennenmoser in der Hoffnung, dass bald auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Bereitschaften die Chance auf eine Impfung haben. „Die ‘Helfer vor Ort‘ und regelmäßig im Rettungsdienst unterstützenden Helfer konnten zum Glück ihre Impfung erhalten.“ freut sich Hofmeister. „Wir hoffen nun auf baldige Verfügbarkeit von ausreichend Impfstoff, um alle unsere Ehrenamtlichen in dieser Hinsicht schützen zu können.“ Dennenmoser bestätigt das und freut sich auf den langsam wieder anlaufenden Ausbildungs- und Übungsbetrieb: „Unser Einsatz weckt auch Interesse an einer Mitwirkung im Roten Kreuz. Wir bieten inzwischen einige Ausbildungen oder Ausbildungsanteile auch online an. Für praktische Übungen braucht es aber die reale Lernumgebung.“ Vorläufig werden also zu Beginn der Ausbildungen auch die eigenen Leute abgestrichen und die erweiterten Hygienebestimmungen die Regel sein.