Und plötzlich ist alles anders: Was tun im Pflegefall?

Rund um das Thema „Heute an später denken“ informierte das DRK in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunktes des Landkreises Waldshut 29 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Bad Säckingen und der Region.

Michaela Probst vom Pflegestützpunkt referierte dazu am Dienstag, den 28. April im DRK-Heim Bad Säckingen. Schnell wurde klar: Wenn man sich mit dem Thema ‚Pflege‘ beschäftigt, ist die zu bewältigende Informationsflut enorm. Pflegebedürftigkeit tritt meistens sehr plötzlich auf. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet dies eine extreme Stresssituation. Häufig muss in kürzester Zeit eine passende Lösung gefunden werden. Gute sachliche Informationen sind hier sehr wichtig. „In dieser Lebenssituation bietet der Pflegestützpunkt durch seine Beratung Hilfe und Unterstützung“, so Michaela Probst. Sie legte auch dar, welche Voraussetzungen für welche Pflegestufe gelten und wie Leistungen der Pflegeversicherung beantragt werden. Die Finanzierung der verschiedenen Pflege- und Unterstützungsleistungen spielt dabei immer eine wesentliche Rolle. Michaela Probst stellt hierbei heraus, dass „jeder Einzelfall individuell betrachtet werden muss und die finanziellen Mittel oft aus unterschiedlichen Bereichen zusammengefügt werden.“

 

Dass man sich vorbeugend informieren kann, zeigt auch die Erfahrung der DRK-Servicestelle SeniorInnen. Lucia Woldert hat die Vortragsreihe organisiert und freute sich über das rege Interesse. „Wichtig ist, sich wenn möglich frühzeitig mit dem Thema ‚Alter(n)‘ oder auch ‚Vorsorge treffen‘ auseinanderzusetzen und auch Entscheidungen zu treffen. Dafür muss man nicht bis zum Rentenalter abwarten. Auch in jungen Jahren kann jemand durch einen unerwarteten Unfall oder eine plötzlich auftretende Krankheit auf Hilfe angewiesen sein,“ berichtet Lucia Woldert. „Vielen Menschen gibt es beruhigendes Gefühl, beispielsweise die Themen Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung oder auch Testament und Beerdigung geregelt zu haben. Wenn dann der Ernstfall oder eine Notsituation eintrifft, ist es für die Angehörigen meist einfacher, wenn sie die Wünsche und Vorstellungen der betroffenen Person kennen und in deren Sinne Entscheidungen treffen können“, so Lucia Woldert weiter.

Weitere Informationen zu Themen, Terminen sowie Veranstaltungsorten erhalten Sie bei der Servicestelle SeniorInnen unter Tel. 07761 - 9201 0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns, Sie bei einer der nächsten DRK-Veranstaltungen persönlich begrüßen zu dürfen!