Sturzunfälle sind vermeidbar - DRK gibt Einblicke in Sturzprävention und Rollatortraining.

Die gute Nachricht zuerst: Immer mehr Menschen haben in den Industrieländern die Möglichkeit, immer älter zu werden und ihren Lebensabend aktiv zu genießen. Die weniger gute Nachricht: Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, einen Unfall zu erleiden. Die Hauptursache für Verletzungen im Alter sind Stürze.

Lucia Woldert von der DRK-Servicestelle SeniorInnen und die Physiotherapeutin Daniela Duy begrüßten am Freitag, dem 20. November 2015 fünf interessierte Bürgerinnen und Bürger im DRK-Heim Rheinfelden zum Thema ‚Sturzprävention und Rollatortraining‘. Vorgestellt wurden konkrete Ursachen für Stürze und vorsorgende Maßnahmen, wie dem Sturzrisiko wirkungsvoll vorgebeugt werden kann.

 

„Stürze sind nicht nur schmerzhaft und ziehen häufig langwierige Aufenthalte in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nach sich“, so Daniela Duy zu Beginn ihrer Ausführungen. Sie können auch das weitere Leben erheblich einschränken: Man traut den eigenen Kräften nicht mehr so recht, geht zur Sicherheit kaum noch vor die Tür und wird dadurch noch unsicherer. „Ein Teufelskreis, der bald zu weiteren Stürzen führen kann“, so Daniela Duy weiter.

Meist sind Umwelteinflüsse wie Licht- und Wegeverhältnisse oder persönliche Besonderheiten wie Muskel- oder Sehschwäche ursächlich für eine erhöhte Sturzgefährdung. Oft sind weitere gesundheitliche Probleme die Folge. In der Sturzprävention geht es darum, Risiken und Gefahren zu erkennen, diese in der Umgebung auszuschalten und die eigenen Lebensgewohnheiten danach anzupassen. Ziel der Sturzprävention ist stets, die Angst vor Stürzen zu minimieren und damit die Selbständigkeit zu erhöhen. Daniela Duy betont, dass „Vorsorge zu treffen eigentlich ganz einfach möglich ist. Beispielsweise durch jährliche Kontrollen beim Augenarzt sowie der Dauermedikation, Anpassen der Wohnung, Tragen gut passender (Haus)schuhe, gesunde Ernährung und nicht zuletzt durch regelmäßige körperliche und geistige Übungen.“

Zum Ende des Vortrags wurde es noch einmal sehr praktisch. Ein Teilnehmer hatte seinen Gehstock und Rollator dabei. Gleich nach den ersten Schritten, passte Daniela Duy beide Hilfsmittel individuell auf die Körpergröße des Mannes an. Dies empfiehlt Daniela Duy auch immer als erstes zu prüfen: „Denn nur ein möglichst optimal angepasstes Hilfsmittel hilft auch wirklich.“ Der erfreute Mann konnte tatsächlich besser gehen.

Auch die anderen Teilnehmer gingen zufrieden und mit einer guten Handvoll Tipps und praktischer Hinweise nach Hause.

Für weitere Informationen können sich Interessierte gerne unter 07761 92 01 0 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an Lucia Woldert von der DRK-Servicestelle SeniorInnen des DRK-Kreisverbands Säckingen e.V. wenden.

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