Foto: A. Zelck / DRKS

Erfolgreiche Suchhunde

1Sehr erfolgreich gingen die Prüflinge des DRK Kreisverbands Säckingen aus der letzten Prüfung für Flächensuchhunde hervor: Alle vier angetretenen Teams bewältigten die gestellten Aufgaben und sind somit für 18 Monate zur Menschensuche zugelassen. Dann müssen sie sich wieder dem Prüfungskommitee stellen. In einer solchen Prüfung müssen sich Hund und Mensch insgesamt vier Kategorien unterziehen: Nach einem theoretischen Test mit 25 Fragen geht es in den praktischen Teil der Prüfung.

Zunächst wird das „Verweisverhalten“ des Hundes überprüft. „Hierzu legt sich eine Person ins freie Feld und es wird überprüft, wie der Hund seinen „Fund“ übermittelt,“ erläutert der Leiter der Staffel Säckingen, Hans Bracher. „Manche Hunde teilen ihren Fund durch Bellen neben der gefundenen Person mit. Andere kehren nach erfolgreichem Fund zum Hundeführer zurück und bellen oder springen ihn an oder nehmen einen umgehängten Gegenstand, ein „Bringsel“ ins Maul, um ihn dann zur gefundenen Person zu führen. Wichtig ist in dieser Prüfungsdisziplin, daß die gefundene Person nicht verletzt wird.“

 

Als nächstes steht die „Gehorsamsprüfung“ auf dem Zeitplan. „Im Sucheinsatz geht es um Menschenleben. Da muß sichergestellt sein, daß der Hund Befehle und Anweisungen befolgt,“ so Yvette Falk, die die Prüfung gleich zwei mal durchlief: Ihre Hunde Amber und Ardis bestanden die Prüfung zum sechsten und dritten Mal. Ardis ist ebenfalls in der Trümmersuche ausgebildet.

Wenn diese drei Prüfungsabschnitte bewältigt sind, folgt der umfangreichste Teil des Tages: Die eigentliche Suchprüfung. In dieser sind auf einer Waldfläche von 30‘000 m² maximal zwei Menschen versteckt, die der Hund innerhalb maximal 20 Minuten finden muß. Dabei wird aber nicht nur der Fund bewertet sondern auch das taktische Verhalten und Führen des Hundes durch den Hundeführer sowie dessen Anwendung der Ersten Hilfe bei Auffinden der vermissten Person. Beim Hund wird die Suchintensität bewertet, ebenso die Beweglichkeit und Führbarkeit sowie das deutliche Verweisen bei Sucherfolg. „Gerade wenn die aufgefundende Person bewußtlos ist, und keine Möglichkeit hat, von sich aus auf sich aufmerksam zu machen, muß der Hundeführer klar erkennen können, wenn der Hund seinen Fund meldet.“ erklärt Bracher. Daß den Prüflingen nichts geschenkt wird, zeigt schon die Tatsache, daß von neun angetretenen Teams aus Baden-Württemberg und Bayern lediglich fünf die Prüfung bestanden. Bracher betont die Wichtigkeit regelmäßiger Prüfungen. „Wir müssen einfach sicher sein können, daß die Rettungshundeteams gut arbeiten und sich verstehen. Nichts wäre schlimmer, als herauszufinden, daß eine Person sich dort zu finden gewesen wäre, wo ein Rettungshund negativ gesucht hat.“

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Besonders freute sich der Säckinger Staffelleiter über Mischlingshündin Fibi, die die Prüfung mit ihrer Führerin Isa Keller nunmehr zum fünften Mal bestand. „Fibi war ein Straßenhund und kam erst im Alter von zwei Jahren zu Isa,“ erläutert Bracher. „Obwohl ein sehr früher Ausbildungsbeginn die Chancen, ein guter Rettungshund zu werden, wesentlich erhöht, schafften es die beiden, Fibi auf diesen hervorragenden Ausbildungsstand zu bringen.“ Auch über das Team Sonja Heinel mit Babsi, die die Prüfung erstmals bestanden freuten sich die Prüflinge gemeinsam.

Die DRK Rettungshundestaffel Säckingen trifft sich zweimal wöchentlich und zusätzlich zu Sonderübungen. Die Teams üben aber fast jeden Tag zusammen. Der tägliche Ausgang wird auch zum Training genutzt.

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