Foto: M. Andreya / DRK e.V.

Schülerinnen und Schüler helfen Schüler und Schülerinnen!

Schulsanitätsdienst

Schulsanitäterinnen und –sanitäter sind die ersten Fachleute bei Notfällen im Schul-Alltag und während Schulveranstaltungen. Sie helfen ihren MitschülerInnen bei Verletzungen und Erkrankungen. Zudem lernen sie, Gefahrenpotentiale zu erkennen und im Vorfeld zu beseitigen.

Der Schulsanitätsdienst besteht aus interessierten und in Erster Hilfe ausgebildeten Schülerinnen und Schülern ab der 7. und 8. Klasse unter Leitung einer Kooperationslehrkraft. Dabei geht das Engagement im Schulsanitätsdienst weit über Erste Hilfe hinaus: SchulsanitäterInnen übernehmen Verantwortung - vor allem für ihre MitschülerInnen, aber auch in der schulfreien Zeit für andere Menschen allgemein.

 

Schulsanitätsdienst funktioniert nur im Team. Die einzelnen Mitglieder lernen neben dem Wissen um die richtige Versorgung und notwendige Maßnahmen auch ganz praktische Dinge wie Einfühlungsvermögen und Teamarbeit. In Rollenspielen wird der Umgang mit Verletzen trainiert. Auch die Wartung und Ergänzung von Verbandsmaterial sowie das Erstellen von Einsatzplänen gehört zu den Aufgaben des Schulsanitätsdienstes.

Das Wichtigste im Überblick

Was machen Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter?

Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter leisten im Schul-Alltag in Notfällen Erste Hilfe, alarmieren bei Bedarf den Rettungsdienst und dokumentieren die Hilfeleistung. Sie sorgen für die Überprüfung und Ergänzung der Verbandsmaterialien, achten auf Gefahrenquellen und helfen bei ihrer Beseitigung. Sie sind in den Unterrichtszeiten auf Abruf bereit, in den Pausen präsent und sichern Veranstaltungen der Schule wie Sportfeste, Ausflüge, Tage der offenen Tür und Wandertage ab.

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Wer kann Schulsanitäter/in werden, wer kann mitmachen?

Mitmachen können alle, die eine Erste-Hilfe-Grundausbildung (8 Doppelstunden) abgeschlossen haben, sich reif genug für diese Aufgabe fühlen und mindestens 14 Jahre alt sind. Für jüngere SchülerInnen gibt es ab 10 Jahren die Möglichkeit, an einem kindgerechten Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen und als Juniorhelfer/in nach und nach in die Aufgaben des Schulsanitätsdienstes hineinzuwachsen. Voraussetzung ist natürlich, dass es an der Schule einen Schulsanitätsdienst gibt, dass Interessierte gründlich in Erster Hilfe geschult sind und fortlaufend durch eine Kooperationslehrkraft betreut und weitergeschult werden. Die Teilnahme am Schulsanitätsdienst ist jederzeit freiwillig.

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Wie viel Zeit nimmt der Schulsanitätsdienst in Anspruch?

Der Schulsanitätsdienst wird meist in Form von Arbeitsgemeinschaften oder Wahlpflichtfächern angeboten. Regelmäßige Treffen sind also Pflicht. Das ist nicht nur deshalb sinnvoll, um das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen und abrufbereit zu haben, sondern auch, weil nur das ständige Üben den ErsthelferInnen die notwendige Ruhe und Routine im Umgang mit (meist aufgeregten oder verängstigten) Verletzten bringt. Dazu kommt der Dienst selbst. Verpasster Unterrichtsstoff muss selbständig nachgearbeitet werden.

Wie wird der Schulsanitätsdienst im Schulalltag organisiert?

Die Organisation der Schulsanitätsdienstes sollte zentral von einer Kooperationslehrerin oder einem Kooperationslehrer geleitet werden (oder auch von zweien). Die Kooperationslehrkraft erstellt zusammen mit den SchulsanitäterInnen regelmäßig einen Dienstplan, z.B. wöchentlich. Dabei werden Klassenarbeiten, Schulfahrten usw. berücksichtigt. Es empfiehlt sich, feste Teams einzurichten. Dies hat zwei Vorteile: die Teams sind genauer aufeinander eingespielt, und die Stärken der Einzelnen können sich besser ergänzen, wenn beispielsweise ein Team-Mitglied sicherer in den Verbänden und das andere besser im Trösten und Aufmuntern ist. Der Dienstplan wird im Sekretariat hinterlegt. Wenn ein Notfall eintritt, wird das eingeteilte Team informiert (per Durchsage, Funkgerät o.ä.). Es kümmert sich dann am Unfallort um die Verletzten oder Erkrankten und leistet Erste Hilfe. Gegebenenfalls veranlasst es die Alarmierung des Rettungsdienstes und gibt diesem die grundlegenden Informationen weiter. Anschließend wird der Einsatz dokumentiert.

Was muss die Schule tun?

Die Schule muss ihren Schulsanitätsdienst unterstützen. Sie muss einen geeigneten Raum für die Versorgung der Betroffenen sowie das notwendige Verbandszeug bereitstellen. Weiter muss eine Kooperationslehrkraft, die selbst in Erster Hilfe geschult ist und vom DRK bei der Arbeit begleitet wird, die Betreuung der Arbeitsgemeinschaft des Schulsanitätsdienstes übernehmen.

Was haben die Schülerinnen und Schüler davon?

SchulsanitäterInnen lernen, in Notsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick zu behalten. Das ist eine Fähigkeit, die nicht nur in der Ersten Hilfe, sondern generell in vielen Lebenssituationen sehr hilfreich ist. Die Teilnahme am Schulsanitätsdienst stärkt einerseits das Verantwortungsgefühl für andere und andererseits das Selbstvertrauen, da die SchulsanitäterInnen wissen, was zu tun ist. Nicht zuletzt werden die betroffenen und versorgten SchülerInnen ebenfalls froh über die schnelle und kompetente Hilfe sein.

Was hat die Schule davon?

Der unmittelbare Nutzen liegt auf der Hand: die Sicherheit in der Schule wird unmittelbar gesteigert sowie die Geschwindigkeit der Erstversorgung erhöht, die oft von entscheidender Wichtigkeit ist. Neben der Verringerung der Unfallfolgen wird das soziale Klima der Schule positiv beeinflusst. Helfende Hände schlagen nicht!

Was, wenn wenn`s an meiner Schule gar keinen Schulsanitätsdienst gibt?

Du kannst Dich beim DRK Kreisverband Säckingen melden. Wir unterstützen das Projekt sehr gern. Wir übernehmen auch die Ausbildung der beteiligten jugendlichen Helferinnen und Helfer. Dafür müsst Ihr nichts bezahlen. Du kannst aber auch an Deiner Schule aktiv werden. Wenn Du Dich engagieren möchtest, gelingt es Dir vielleicht, selbst eine solche Gruppe zu gründen. Vielleicht gibt es ja auch einige Freundinnen und Freunde von Dir, die mitmachen möchten. Die Schulleitung entscheidet darüber, ob die Gruppe tatsächlich loslegen kann. Beim Direktor oder der Direktorin kannst Du um einen Termin bitte und Deine Idee vorstellen. Auch dabei unterstützen wir vom DRK Dich gern.


Du willst Dich für die Zeit nach der Schule über das FSJ (Freiwillige Soziale Jahr) oder den BFD (Bundesfreiwilligen-dienst) informieren, auch wenn Du noch gar keine Erfahrungen in Erster Hilfe hast? Du willst mal ins nächste Jugendrotkreuz oder in unsere Bereitschaften hinein schnuppern?

Sie haben Fragen oder benötigen Infomaterial zum Schulsanitäts-dienst? Sie haben Interesse, an Ihrer Schule einen Schulsanitätsdienst aufzubauen und brauchen Unter-stützung?

Dann wendet Euch / wenden Sie sich bitte an
Schulsanitätsdienst

Telefon 07761 / 9201 - 0
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