Kostenfreier Vortrag „Zukunft selbstbestimmt gestalten“

Jüngst informierten sich 9 Seniorinnen und 2 Senioren im Bad Säckinger DRK-Heim über praktische Hilfen im Alltag und an wen man sich bei verschiedenen Fragestellungen wenden kann.

Jeder habe die Möglichkeit, das eigene Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und persönliche Ziele zu verfolgen. Was ist mir im Leben wichtig? Welche Ziele habe ich? Und worauf möchte ich gerne zurückblicken, wenn ich 80 Jahre alt bin? Viele Menschen wünschen sich zum Beispiel, auch im Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Rund um diese Überlegungen gaben Maria Merle, Leiterin der Sozialarbeit im DRK-Kreisverband Säckingen, sowie Lucia Woldert von der DRK-Servicestelle SeniorInnen praktische Hinweise und ausführliche Tipps.

 

Gleich zu Beginn der Informationsveranstaltung kam es zu einem munteren Austausch darüber, wie man im Alter leben möchte. Und überhaupt - ab welchem Alter ist man eigentlich alt? Schnell wurde klar, dass das Thema ‚Zukunft selbstbestimmt gestalten‘ nicht für oder ab einem bestimmten Alter wichtig ist. Auch in jüngeren Jahren machen sich Menschen Gedanken, wie und mit wem und wo sie ihre Zukunft gestalten möchten.

„Mit zunehmendem Alter nehmen bei den meisten Frauen und Männern gesundheitliche Beschwerden zu. Es kommt außerdem vermehrt zu körperlichen Einschränkungen,“ berichtet Maria Merle von ihrer mittlerweile jahrzehntelangen Erfahrung als Übungsleiterin zahlreicher DRK-Senior/innengymnastik- sowie Gedächtnis­training-Gruppen. Maria Merle hat schon manche Seniorin oder manchen Senior über Jahre hinweg begleitet und erfährt dabei einiges über deren Lebensgeschichten, insbesondere auch über aktuelle Probleme. So kommt es auch immer wieder vor, dass Maria Merle um Rat gefragt wird.

Oft müssen kurzfristig Entscheidungen getroffen werden, weil sich eine Lebenssituation plötzlich verändert hat. Das kann beispielsweise ein Sturz sein, der Tod des Lebenspartners oder die Verschlechterung des eigenen Gesundheitszustands. Um in einer solchen Situation nicht überfordert zu sein, rät Lucia Woldert „sich frühzeitig Gedanken zu machen und sich gezielt zu informieren. Viel wichtiger ist dann aber auch, etwas zu tun und für sich selbst Entscheidungen zu treffen.“ So stellte Lucia Woldert die DRK-Angebote Hausnotruf, Mobile Soziale Dienste und Wohnraumberatung vor und wies darauf hin, dass sie als Servicestelle SeniorInnen unabhängig von Organisationen kostenfreie Beratungen ‚rund ums Alter(n)‘ anbietet. Sprich, die Servicestelle SeniorInnen vermittelt auch gerne Kontakte zu anderen Dienstleistern sowie sozialen Einrichtungen.

Im weiteren Verlauf der Infoveranstaltung erläuterten Maria Merle und Lucia Woldert mit verschiedenen Praxisbeispielen, dass man mit Hilfe einer Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und eines Testaments auch Vorsorge treffen kann. „Vielen Menschen gibt es beruhigendes Gefühl, diese Themen geregelt zu haben. Wenn dann der Ernstfall oder eine Notsituation eintrifft, ist es für die Angehörigen meist einfacher, wenn sie die Wünsche und Vorstellungen der betroffenen Person kennen und in deren Sinne Entscheidungen treffen können,“ so Lucia Woldert.

„Nicht zuletzt ist auch die Freizeitgestaltung für Körper und Geist wichtig. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und entscheidet möglichst selbstbestimmt, was er in seinem Alltag erleben und für welche Aktivitäten er bzw. sie sich Zeit nehmen möchte,“ erläuterte Maria Merle abschließend und wies unter anderem auf die DRK-Angebote Senior/innengymnastik, Gedächtnistraining sowie das abwechslungsreiche Ausflugs- und Vortragsprogramm (nicht nur) für Senior/innen hin.

Die DRK-Servicestelle SeniorInnen im DRK-Kreisverband Säckingen e.V. dient als Informations-, Beratungsstelle und Vermittlungsstelle (z.B. Hausnotruf, Mobilruf, HaushaltsService, Mobiler Sozialer Dienst, Fahrdienst, Wohnungsanpassung, Behördengänge, Pflege, Arztfahrten) für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige.

Die Beratung rund um das Thema ‚Alter(n)‘ ist kostenlos und unabhängig von Organisationen, sprich die Servicestelle SeniorInnen vermittelt auch gerne Kontakte zu anderen Dienstleistern sowie sozialen Einrichtungen.

Kontakt: Lucia Woldert | 07761 – 9201 0 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!