Duales Hochschulstudium im DRK Kreisverband Säckingen

Erfahrungsberichte von Olga Emelianova und Eleonora Koval

Seit 2009 bietet Kreisverband Säckingen duale Studienplätze (DHBW) im Bereich Soziale Arbeit an. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde im Jahr 2014 auch eine Kooperation mit der DHBW Lörrach geschlossen und somit zwei zusätzliche neue Studienplätze im Bereich Gesundheitsmanagement geschaffen.
Die Studienschwerpunkte sind zwar unterschiedlich, aber die Zusammenarbeit im Kreisverband, sowie die AnsprechpartnerInnen sind ähnlich. Zum Studium, wie auch zur Studienentscheidung berichten Olga Emelianova (Studentin für soziale Arbeit) und Eleonora Koval (Studentin für Gesundheitsmanagement).

Eleonora Koval / Gesundheitsmanagement / DHBW Lörrach / Studienjahr 2014

Was mir besonders am dualen Studium gefällt ist, dass es Theorie und Praxis in einem beinhaltet. Es ist also eine Aneignung von ökonomischem Wissen, welches durch praxisnahe Inhalte des Gesundheitswesens ergänzt wird. Diese Art des Studierens bietet abwechslungsreiche Phasen.

Der Gesundheitsmarkt gehört zu den Wachstumsmärkten der Zukunft. Es beinhaltet viele aktuelle und interessante Herausforderungen, wie z.B. staatliche Regulierungsmaßnahmen, ökonomische Rahmenbedingungen, den demografischen Wandel und den medizinischen & technischen Fortschritt. Das Deutsche Rote Kreuz spiegelt diese Branche wider.

Zurzeit finden viele Veränderungen statt und gleichzeitig entstehen auch neue Sachen. Es ist schön, in diesem Bereich mitzuwirken und ein Teil dessen zu sein.

Es war schon länger ein Wunsch meinerseits, nach dem Abitur ein duales Studium zu absolvieren. Während meines Freiwilligen Sozialen Jahres war ich bereits auf der Suche nach einem Partnerunternehmen, bis ich dann intern mitbekommen habe, dass unser Kreisverband noch jemand für den Bereich Katastrophenschutz und Erste Hilfe sucht. Das hat sich dann natürlich super angeboten.

Ich habe während meines FSJ`s1 tolle Erfahrungen hier gemacht und war dementsprechend froh, die Möglichkeit zu haben noch länger beim DRK bleiben zu können.

Nun habe ich vor kurzem meinen Ausbilderschein gemacht und unterrichte Erste Hilfe. Momentan bin ich noch dabei, den Rettungshelfer zu machen. Mir macht meine Arbeit hier sehr viel Spaß und ich mache jeden Tag neue und interessante Erfahrungen. Ich habe dieses Feld neu für mich entdeckt und das Tolle daran ist, dass es mich auch persönlich weiter bringt. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man vor allem junge Menschen fördert und auch ein Stück weit Verantwortung überlässt. Da ich ein ehrgeiziger Mensch bin, brauche ich jeden Tag neue Herausforderungen und diesbezüglich bin ich hier sehr gut aufgehoben. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, Menschen mit meiner Arbeit zu helfen und Gutes zu tun. Somit merke ich jeden Tag aufs Neue, dass ich hier richtig bin.

Aufgeschlossenheit und Offenheit aber auch Begeisterung und Motivation, sind meiner Meinung nach gute Fähigkeiten um diesen Beruf auszuüben. Natürlich spielen Durchhaltevermögen und Ehrgeiz auch eine Rolle, aber trotzdem ist es primär wichtig, einen Willen und ein Ziel zu haben, und der Rest kommt schon von ganz alleine.



Olga Emelianova / Netzwerk- und Sozialraumarbeit / DHBW Villingen-Schwenningen / Studienjahr 2013

Ich hatte immer schon eine soziale Ader, nur habe ich meiner Meinung nach den richtigen Anschub bzw. Begeisterung gebraucht, um mich endgültig für den sozialen Beruf zu entscheiden.

Den Ausschlag hat der BuFdi2 hier beim Roten Kreuz gegeben. Als ich hier zuerst angefangen habe, hatte ich noch gar nicht daran gedacht, danach etwas beim DRK weiter zu machen. Dass ich jetzt Soziale Arbeit studiere, liegt an der Stelle hier, genauer gesagt an der Möglichkeit, hier im Haus zu studieren.

Bevor ich den Bundesfreiwilligendienst begonnen habe, hatte ich vom DRK gar nichts gewusst. In Russland geboren und aufgewachsen, wusste ich eben nur das Internationale, also das, was das Rote Kreuz auch in meiner Heimat macht. Deshalb hatte ich bundesweit nach BuFdi2- Stellen geschaut und vorher nur von Kindergärten, der Caritas, Pflegeheimen etc. gehört. Und dann habe ich die hier ausgeschriebene Stelle entdeckt, mich beworben und hatte auch das Glück, dass das auf Anhieb geklappt hat.

Am Anfang habe ich mir viele Sorgen wegen meiner Sprachkenntnisse gemacht. Es wurde mir aber viel leichter gemacht, weil nette Kollegen auf mich zukamen. Ein paar davon sind mir inzwischen auch privat sehr wichtig. Dies habe ich zu schätzen gelernt, denn meine ganze Familie lebt in Russland.

Durch meine Tätigkeit beim Kreisverband Säckingen habe ich gelernt, wie wichtig die Sozialen Dienste von DRK3 sind und dass es Menschen gibt, die sich dafür mit Herz und Seele engagieren und Freude daran haben.

Ich bin sehr froh, dass es hier im Haus die Möglichkeit gab, ein duales Studium im Bereich Soziale Arbeit zu absolvieren. Dies war sehr vorteilhaft, denn ich wollte nicht nur für die Uni büffeln, sondern das Wissen auch direkt in die Tat umsetzen und fundierte Erfahrung in der Praxis bekommen. Nach dem Grundsatz „Helfen nach dem Maß der Not“ bietet der Kreisverband verschiedene soziale Dienste an, die für erworbene theoretische Kenntnisse in der Hochschule eine praxisorientierte Umsetzung finden. Vor allem werde ich während der Praxisphasen von professionellen Praxisanleitern betreut und mir wird, wenn nötig, unter die Arme gegriffen, was man nicht unterschätzen darf.

Die enge Verknüpfung von Lehre und Berufsleben macht den Alltag von dualen Studenten viel spannender. Dies benötigt jedoch ein gewisses Maß an Motivation, Disziplin, Kreativität und Teamfähigkeit. Wenn Du diese und viele andere Fähigkeiten besitzt, kannst du als FSJ-lerInn1 oder BuFdi2 Deinen beruflichen Werdegang beim Roten Kreuz anfangen und im Zeichen der Menschlichkeit den Menschen in verschiedenen Lebenssituationen helfen.

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