Besuch aus dem Landtag

Der Landtagsabgeordnete Hidir Gürakar (SPD) informiert sich in der Kreisgeschäftsstelle des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Säckingen über die Arbeit des DRK in der Region.

Bei seinem Besuch führte die DRK-Geschäftsführerin Petra Hauser den SPD-Politiker durch ihr Haus und präsentierte die Arbeit ihres Verbandes. Gürakar, dessen große Themen Sozialpolitik und Pflege sind, zeigte sich besonders interessiert an der Arbeit der Servicestelle Senioren. Diese bietet verschiedene Beratungsleistungen wie etwa eine Wohnberatung, aber auch Ausflugs-und Vortragsprogramme für ältere Menschen an. Gleichzeitig sei man auch dabei, ständig neue Leistungen zu entwickeln, so Hauser. Als Beispiel nennt sie das Ambient Assisted Living Projekt, das in Kooperation mit dem FZI Karlsruhe abgeschlossen wurde und derzeit als Basis für die Entwicklung weiterer Hilfsmittel dient. Auch andere Tätigkeiten des DRK Säckingen beeindruckten den Abgeordneten, wie etwa die Kleiderkammer des Ortsvereins Bad Säckingen, wo Kleidung für bedürftige Menschen und Flüchtlinge gesammelt wird oder der Mobile Soziale Dienst, der in Kooperation mit den Sozialstationen und der Caritas angeboten wird.

 

Kooperieren würde das DRK auch mit der AWO Waldshut, die die rund um die Uhr besetzte Hausnotruf- und Service-Zentrale nutze, so Hauser. Generell würden vor Ort solche Kooperationen organisationsübergreifend angestrebt werden, um den Bedarf der Bevölkerung an Hilfsleistungen dauerhaft und umfassend decken zu können.

Der Schul-und Behindertenfahrdienst werde ebenfalls gut nachgefragt. Auf dem Programm stünden Fahrten vom Wohnort zur jeweiligen Schule und Einrichtung, aber auch Fahrten zum Arzt, zur Dialyse oder zur physikalischen Therapie. Dazu kämen noch die „Fahrten auf Berechtigungsschein“, die Menschen mit schweren Behinderungen eine Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen und erleichtern sollen. Für Petra Hauser und das DRK ist klar, dass die Sicherheit der beförderten Personen dabei höchste Priorität hat. Darum werden die Fahrer regelmäßig geschult, sowohl im Umgang mit dem Fahrzeug in problematischen Situationen als auch für den Umgang mit Krampfanfällen und sonstigen Notsituationen in der Beförderung.

Ebenfalls besprochen wurde das Thema Ausbildung. Das DRK bietet zahlreiche Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten an, auch ein duales Studium über das Rote Kreuz sei möglich.

Während des Rundgangs durch die Räumlichkeiten machte Petra Hauser deutlich, dass die bestehende Raumstruktur mittel- bis langfristig nicht ausreichend sei, um den neu heraufziehenden Aufgaben gewachsen zu sein. Gürakar sicherte ihr für die Verbesserung der Raumstruktur seine Unterstützung zu und kündigte an, dahingehende Förderanträge des DRKs an das Land zu unterstützen.

Zum Ende seines Besuchs zeigte sich Gürakar beeindruckt von der vielfältigen Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter und dem großen Engagement der ehrenamtlich Aktiven. „Diese Menschen verdienen meinen Respekt und meine Anerkennung“, so Gürakar. „Damit sich die Ehrenamtlichen weiterhin so gut einsetzen können, haben wir das Bildungszeitgesetz eingeführt, dass Arbeitnehmern ermöglicht, zur Fortbildung für ehrenamtliche Tätigkeiten fünf Tage Bildungsurlaub zu nehmen.“

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