Angehörige pflegen, ohne sich selbst zu überlasten

Wer einen kranken oder behinderten Menschen zuhause pflegt, weiß, dass es mit gutem Willen allein oft nicht getan ist. Deshalb bietet der DRK-Kreisverband Säckingen e.V. in Kooperation mit der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) das Kursprogramm "Pflege in der Familie" in Bad Säckingen an.

Der 2-tägige Kurs findet jeweils am Samstag, dem 07. November und dem 12. Dezember von 9:00 – 17:30 Uhr im Bad Säckinger DRK-Heim, Rot-Kreuz-Straße 4 statt. Die Kosten für den Kurs „Pflege in der Familie“ werden vollständig von der DAK übernommen, sofern der/die Teilnehmer/in gesetzlich krankenversichert ist.

 Der Informationsbedarf ist hoch, gerade auch weil das Thema „Pflege in der Familie“ häufig plötzlich und unerwartet Realität wird. Pflege ist ein „Full-Time-Job“ - Erschöpfung, Verlust sozialer Kontakte, Angebundensein, finanzielle Sorgen und Verzicht auf Berufstätigkeit werden als belastende Faktoren geäußert, über 90% der Pflegenden fühlen sich „stark belastet“. Das Versprechen „Ich gebe dich nicht ins Altenheim“ wächst sich für viele Menschen zu einer großen Belastung aus, zumal der zeitliche Horizont ungewiss ist. „Die Pflege eines Angehörigen ist auf Dauer häufig eine enorme körperliche und psychische Herausforderung. Hier kann das DRK-Kursprogramm jetzt wirkungsvolle Tipps und Anleitungen geben," erklärt Maria Merle, Leiterin Sozialarbeit im Kreisverband.

Das Kursprogramm „Pflege in der Familie" richtet sich an pflegende Angehörige und ehrenamtlich Pflegende jeden Alters. Unter Regie von Ludwig Smolinsky treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zwei Kurstagen im DRK-Heim Bad Säckingen. Inhaltliche Schwerpunktthemen sind beispielsweise die allgemeine Körperpflege, Bewegung und Mobilität, Lagerung im (Pflege-)Bett, Ernährung, (Pflege-)Hilfsmittel, Umgang mit Schmerz, Tod und Sterben sowie Reflexions- und Entlastungsmöglichkeiten für die pflegende Person. „Die private Lebenssituation der Pflegeperson spielt dabei immer eine entscheidende Rolle. Dahinter steckt der Gedanke, dass die pflegenden Angehörigen auch sich selbst etwas Gutes tun sollten und nicht nur ums Wohl des zu Pflegenden besorgt sein sollte“, berichtet Ludwig Smolinsky aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz.

Interessierte bekommen weitere Informationen bei Lucia Woldert von der DRK-Servicestelle SeniorInnen, Tel. 07761 – 9201 0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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